altemaelze

Death comes to all

Gates to Hell

Zwischen Death Metal und Grindcore

Wirft man Bands wie Bolt Thrower (die eher schleppenden Parts), Napalm Death, Whitechapel (aktuelle bzw. alles vor den beiden letzten Alben), Misery Index, Pushead, Angostic Front und Terror in einen Topf, rührt gut um, dann kommt eine Band wie Gates to Hell raus. Deren zweites Langeisen (ok, eigentlich geht das Teil bei der Laufzeit eher als Mini LP durch) „Death comes to all“ erscheint nun beim noch immer Branchenriesen Nuclear Blast. Die Produktion ist fett, Drums (fast durchgehend im Double Bass Drum Modus) und Bass aka die Rhythmsection drücken einen in den Sitz, der Gesang ist immer schön eindimensionales Growlen und Grunten (aber im positiven Sinn, gesungen im wahrsten Sinne des Wortes wird hier nichts) und die Gitarren haben außer Riffen und ab und zu einige „Quietsch, Quietsch“ Töne von sich zu geben, leider nicht viel zu einer möglichen Abwechslung beizutragen. Bei einer Songlänge von eineinhalb bis knapp über zwei Minuten bleibt auch keine Zeit für ein ausgefeiltes Gitarrensolo. Nicht mal der mit drei Minuten epische Rauswerfer „Fused with the Soil“ wagt sich da dran, weshalb ich mich mal wieder frage, wofür man eigentlich gleich zwei Gitarristen im Line-up hat von denen man nichts hört oder diese nutzt. Gefühlt folgt man jedenfalls einen 21 Minuten langen Song, der halt zufällig in zehn kleine Kapitel aufgeteilt wurde. Fans von Death Metal, Grindcore bzw. ruppigem Hardcore ohne ruhige Momente schlagen hier dennoch zu. Von mir gibt es mal für den Anfang viereinhalb Sterne. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal