Welch Ausnahmemusiker Airey ist, beweist nicht nur die lange Liste an Bands, die er entscheidend bereichert hat. Auch seine durchweg großartigen Soloalben zeichnen den langjährigen Deep-Purple-Keyboarder aus. Mit dem treibend rockenden „Tell Me“ gehts los auf dieser Scheibe. Unterstützt von Carl Sentance (Nazareth) und Deep-Purple-Mitstreiter Simon McBride gehts dann durch elf Songs. Natürlich leugnet Airey seine Herkunft nicht, schon im erwähnten „Tell Me“ hört man typischen Purple-Orgel-Klänge. Auch beim Bluesstampfer „The Keep On Running“ überzeugt die Mannschaft um Airey vorbehaltlos. Für die meisten Titel ist das Trio Airey/Sentance/McBride als Autoren verantwortlich. Mit „Flame In The Water“ wird es etwas ruhiger, aber nicht minder überzeugend. Und in der letzten Minute des Titel setzt dann McBride zum ausufernden Solo an und fetzt los – gnadenlos gut! Auch „Out Of Focus“ brilliert und macht Spaß, vor allem wenn Airey und McBride zum solistischen Zwiegespräch ansetzen und abheben. In diesem Sinne voll auf die Zwölf geht auch „Finnegan’s Awake“. Und beim Rausschmeißer „Godz Of War“ zeigt nicht nur Carl Sentance sein Können. Nach viereinhalb Minuten rocken McBride und Airey alles nieder! Klasse Scheibe, die fast eine Stunde lang wohl alle Deep-Purple-Fans vom Hocker reißen dürfte. (earMUSIC/Edel Music & Entertainment) (acb)
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