Mit „Resurrection“ legt die Stuttgarter Kapelle Black & Damned Album #3 vor. In meinen Ohren tönt die Produktion schon mal sehr amtlich und Bass-lastig. Die Musiker sind an ihren Instrumenten über jeden Zweifel erhabene Könner und auch gesanglich kann man nicht meckern. Mr. Lordi in etwas melodischer lässt grüßen. In Verbindung mit den sehr starken Refrains sowie immer wieder eingestreuten „Orchesterparts“ (vermutlich aus dem Rechner) sollten hier alle Fans von Dream Theater light („Silence Breaker“), Myrath (beim orientalisch angehauchten „Shadows“), natürlich Judas Priest („Reborn in Solitude“ hier mit leichtem späteren Candlemass Einfluss bzw. „Circle of Amnesia), schwedischem Power Metal der Sorte Hammerfall („Ruthless Wrath”) bzw. den üblichen Verdächtigen dieser Sparte (Helloween, Gamma Ray, Primal Fear) und sogar leicht balladeskem Liedgut („Red Heavens“) gefallen finden. Der Rest geht mehr in Richtung US Metal á la Iced Earth (mein Anspieltipp: „Injustice“ mit fettem Bass und famosen Soli). Die Gitarrensoli sind dann auch ein Pfund mit dem die Band wuchern kann, auch wenn sie mir ab und zu fast zu kurz ausfallen, wie beim ansonsten starken Rausschmeisser „Navigate me to the Sun“. Hebt die Scheibe die Musikwelt aus den Angel oder bietet gar war bahnbrechend Neues? Sicher nicht, aber zumindest mir hat es sehr gut gefallen und somit ist mir die Platte starke fünfeinhalb Sterne wert. (ROAR) HJH
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