Am 31. März 2025 wurde erstmals der bayerische [pop]award verliehen – der neu benannte Preis für herausragende Akteure der bayerischen Popkulturszene. Die Preisträger des Abends waren das Café Holler (Deggendorf), der Club Rote Sonne (München), die Treibgut Materialinitiative (München), das Noisehausen Festival (Schrobenhausen) und das WUT Kollektiv (München). Ehemals als Bayerischer Popkulturpreis bekannt, würdigt der Award Projekte und Initiativen, die sich mit besonderem Engagement für die Szene einsetzen. Der Abend wurde mit einem Live-Auftritt der Künstlerin CECI, ein Act aus dem Spitzenförderprogramm des VPBy, eröffnet und begleitet. Markus Blume würdigte per Videogrußwort die unbändige Leidenschaft der Preisträger:innen, die mit ihrer Arbeit das pop-kulturelle Leben in Bayern bereichern und wünschte den Akteuren viel Erfolg und Durchhaltevermögen für die Zukunft.
Neben den Preisträgern waren über 125 Gäste aus Politik und der Popkulturbranche anwesend, darunter Sponsoren, Neugierige, Besucher der Dialog Pop sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete und Vertreter der lokalen Kultur- und Kreativszene. Die feierliche Atmosphäre unterstrich die Bedeutung der Würdigung für die ausgezeichneten Initiativen. In den Dankesreden wurde mehrfach betont, wie wichtig der Preis für kleinere Popkulturinitiativen ist, die oft nur schwer Anerkennung finden. Julian Preidl, Mitglied des Landtages und Laudator für das Café Holler, bezeichnete den Award als „messbaren Erfolg“, der für die Preisträger nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine große Motivation und Bestätigung darstellt: „Ein Finanzpolster können auch wir heute liefern, denn die Pop-Raute kommt mit 2.000 Euro Preisgeld. Und wir sind uns sicher: die sind gut angelegt. Im Reparatur-Café, im Schachturnier, in der Inklusionsdisco, im Pub Quiz, im veganen Mitbringdinner, in Utopia im Woid, im ‚Stückchen von Berlin in Deggendorf‘, kurz: im Café Holler!“
Die Bedeutung der Preisverleihung wurde auch von den Preisträgern in ihren Dankesreden hervorgehoben. Sie betonten, dass die Anerkennung im richtigen Rahmen mindestens genauso wertvoll sei wie das Preisgeld. Patrick Jung, Laudator für das Noisehausen Festival, beschrieb das Festival als „mehr als Musik, mehr als ein Sommer-Event. Es ist ein Symbol für den ländlichen Raum, für die Bedeutung von Kultur als Standortfaktor, für Identität und Zukunftsgestaltung.“
In ihrer Laudatio für das WUT Kollektiv hob Sanne Kurz, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, hervor, wie wichtig es ist, die Popkultur und Subkulturen gerade in der heutigen politischen Lage zu fördern: „Gerade jetzt ist es ein besonders wichtiges Zeichen, die Popkultur, die Subkultur auszuzeichnen, Menschen, die sich für Diversität einsetzen.“ Sie betonte, dass die Arbeit des Kollektivs weit über Kulturarbeit hinausgeht: „Denn was ihr macht, ist nicht einfach Kulturarbeit. Es ist strukturelle Arbeit. Politische Arbeit. Gesellschaftsarbeit – im besten, im radikalsten und im liebevollsten Sinne.“
Lily Felixberger, Laudatorin für die Treibgut Materialinitiative, erklärte: „Treibgut steht für mich auch für Teamarbeit und einen ganz besonderen Idealismus, der visionär und doch gleichzeitig bodenständig ist.“
Über die fünf Preisträger entschied eine 19-köpfige Jury bei einer Sitzung im Bayerischen Landtag. Die Preisgelder, jeweils mit 2.000 € dotiert, kommen aus Verbandsmitteln und vom Sponsor fritz-kola. Zudem wurden 100 Caps als Sachspende von Bavarian Caps zur Verfügung gestellt. Die Preisverleihung wird außerdem gefördert vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
Den feierlichen Abschluss bildete ein weiteres musikalisches Set von CECI, bevor sich die Gäste bei einem Get-Together mit Drinks weiter vernetzen konnten. Der [pop]award Bayern 2025 hat ein starkes Zeichen für die bayerische Popkulturszene gesetzt – und für ihre Zukunft.
(Fotokredit: Veranstalter)