1917

on Tuesday, 07 January 2020. Posted in Film

Regie: Sam Mendes

1917

Damit hatten nur wenige gerechnet: Das Kriegsdrama "1917" von Regisseur Sam Mendes hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Und gleichzeitig erhält der Brite Mendes für seine Arbeit auch den Preis für die beste Regie. Dabei war eher gerechnet worden, dass Netflix-Produktionen wie „The Irishman“ hier ganz oben stehen würden. Aber Mendes‘ „1917“ spielt mit der Illusion, in einer einzigen kontinuierlichen Einstellung gedreht worden zu sein. Handwerklich ist das durchaus eine Meisterleistung. Zum Inhalt: Es ist der 6. April 1917, Schauplatz ist die Front in Frankreich. Der Erste Weltkrieg befindet sich in dieser Zeit auf seinem grausamen Höhepunkt. In Nordfrankreich belagern sich deutsche und britische Einheiten in ihren Schützengräben, ohne auch nur einen Zentimeter vorzurücken. Die Moral der Truppen wird zunehmend schlechter. In dieser Situation werden die in Nordfrankreich stationierten, britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) von ihrem Vorgesetzten General Erinmore (Colin Firth) mit einem ebenso dringlichen wie gefährlichen Auftrag bedacht: Sie sollen das zerbombte Niemandsland zwischen den deutschen und britischen Schützengräben durchqueren und eine Nachricht an ein anderes britisches Bataillon überbringen. Dieses ist nämlich kurz davor, in einen deutschen Hinterhalt und damit in den Tod zu stürmen. Wenn die beiden jungen Rekruten es nicht rechtzeitig schaffen, werden mehr als 1.500 britische Soldaten sinnlos ihr Leben verlieren – darunter auch Blakes älterer Bruder Leslie (Andrew Scott). Da sämtliche Kommunikationskanäle zum dortigen Kommandeur Mackenzie (Benedict Cumberbatch) zerstört sind, sollen sich die beiden Soldaten per pedes auf den Weg machen und den Befehl überbringen. Ihre Mission führt sie auf eine Odyssee durch das Niemandsland. Kommt am 16. Januar ins Kino.