Anastacia

on Tuesday, 17 July 2018. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 16. Juli bei den Schlossfestspielen in Regensburg

Anastacia

Anastacia, der Weltstar mit der souligen Stimme, stand am vierten Tag der Schlossfestspiele auf der Bühne in St. Emmeram vor ausverkauftem Haus. Nachdem sich die Besucher endlich alle auf ihre Plätze begeben hatten, startete Anastacia das Konzert mit ihrem Mega-Hit „Left outside alone“, eingeleitet vom begleitenden Streichorchester, das besonders ihre Balladen gefühl- und stimmungsvoll unterstützte. Neben „Caught in the middle“ , „I can feel you“, „Sick and tired“ oder „Paid my dues“ standen zahlreiche ihrer großen Nummern sowie Teile ihrer neuen CD „Evolution“ im Programm. Der stimmgewaltige Star wurde von ihren beiden Background-Sängerinnen, ihren Girls, wie sie sie bereits nach dem zweiten Stück vorstellte, hervorragend begleitet, ebenso übrigens von einer großartigen Band, die sich in einer Funk-Nummer dem Publikum präsentieren konnte. Nach etwa 45 Minuten waren die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen zu halten und tanzten durch den Abend. Als Anastacia den Publikumswunsch abfragte – über den man vorher auf einer App abstimmen konnte – merkte man, dass sie sich in ihrer Rolle und vor allem in Regensburg wohl fühlte, sie ließ sich wohl von der Publikumsreaktion im Schlosshof überzeugen, dass Bon Jovis „You give love a bad name“ die passende Nummer war.
Die grandiose Band konnte sowohl bei den Balladen als auch bei den rockigen Nummern überzeugen, der Gitarrist hatte die Riffs von Bon Jovi bei der Gast-Nummer intus und der Schlagzeuger bekam Gelegenheit, die ersten Takte von Beethovens „Neunter“ auf seinem Instrument zu interpretieren. Dem Orchester wurden die sanfteren Passagen überlassen, es konnte dabei mit dem weichen Klang der Streichinstrumente die gefühlvollen Balladen („My everything“) eindrucksvoll unterstützen. Und die rauchige, kräftige Stimme der Soul-Rock-Diva überzeugte in jeder Phase des großartigen Konzerts.
Am Ende bedankte sie sich noch bei „Princess Gloria“, die sich dafür mit einer Umarmung revanchierte. Am Schluss bekam auch noch der eine oder andere Fan Gelegenheit, dem Star die Hand zu drücken – bei Rockkonzerten heutzutage die absolute Ausnahme! (a.r.m)
Fotokredit: A.R.M.