Eluveitie

on Monday, 15 July 2019. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 12. Juli in der „Eventhall“ im Airport in Obertraubling

Eluveitie

Die Schweizer Celtic Metal Band Eluveitie rief zum Tanz, und nur eine wenig mehr als zweihundert Mann/Frau starke Fanschar folgte willig diesem Aufruf. Dargeboten wurden dann 90 Minuten lang ein Strauß bunter Melodien. Wer sich mit Death/Black Metalartigem „Gesang“ in Verbindung mit alten keltischen Instrumenten, hohem Frauengesang und einer Metalband anfreunden kann, der oder die hatte an diesem Abend sehr viel Spass. Die neunköpfige Band um Sänger und Chef im Ring Chrigel gab von der ersten Minuten an Vollgas. Die Band mit zwei Gitarristen, Bass, Schlagzeug sowie die Mittelalterfraktion (Geige, Drehleier, Harfe, Flöte, Dudelsack) spielt präzise wie ein Uhrwerk, auch wenn das bollernde Schlagzeug die eher akustischen Instrumente bei den fast durchgehend schnellen Songs begrub. Eine Headbangende Harfenspielerin sieht man auch nicht alle Tage. Zudem übernahm Fabienne Ernie, um das Ganze abwechslungsreicher zu gestalten, des Öfteren auch den Sologesang. Hörte sich meiner Meinung eher an, vom Stimmvolumen, wie Sandra in den 80er, war aber dann doch irgendwie passend. Die Duette mit Chrigel waren irgendwie aber doch spannender. Was mir nicht zusagte war das Drumsolo, auch wenn der Mann hinter den Kesseln ein Könner ist, da ich immer der Ansicht bin, lieber einen Song mehr spielen, sowie das nur von der Sängerin vorgetragene Klagelied. Hörte sich zumindest für mich so an, könnte aber auch eine Art Intro zu einem Song gewesen sein. Leider gab es keine Ansagen zu den gespielten Titeln und bis auf die letzte Zugabe „Inis Mona“ erkannte ich dann auch nix. Egal. Dem Publikum gefiel es, es ging voll mit, klatschte oft, dazu wurden Pommesgabeln geschwenkt und es gab sogar ein paar Mal einen Moshpit. Nur das Mittanzen sollte man nochmal üben. Sehr gelungener Auftritt. Würde ich mir wieder ansehen diese Band! Vielleicht gibt es dann noch ein paar ruhigere Songs um das Ganze noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Noch ein Wort zur Vorband Dawn of Sorrow: Leider ziemlich übel. 08/15-Elsenmetal mit hauptsächlich hohem opernmäßigen Frauengesang (die positiven Vergleiche mit Nightwish passen hier mal gar nicht). Die Musiker an sich agierten recht solide. Am schlimmsten für meine Ohren war dann das schiefe Duett mit der Gastsängerin. 45 Minuten können sich oftmals auch wie ein paar Stunden anfühlen. Dem Publikum gefiel es dennoch mehrheitlich. (HJH
Fotokredit: Erwin Novak/Band