Irish Handcuffs/Johnny Firebird

on Sunday, 23 August 2020. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 22. August im Thon-Dittmer-Palais, Regensburg

Irish Handcuffs/Johnny Firebird

Das Kulturreferat der Stadt Regensburg lud ein zum "Sommerflimmern" an ungewohnter Stätte - da schaut man als zwangskonzertentwöhnter Livemusik-Anhänger natürlich hin. Die Umstände waren halt wie sie (unvermeidbar) waren: Mehr Security als beim Metal United, Labyrinth-artige Verhältnisse am Bierstand, Rauchverbot trotz Open Air, bei jedem Mal aufstehen Maske auf... mei. Da sitzt man dann mit der 0,33er-Flasche Spital auf dem Schoß im bequemen Korbstuhl, kommt sich wie im Kino vor und harrt des kommenden Erlebnisses. Trotz moderatem Eintrittspreis und gnädigen Wettergöttern war's nicht annähernd voll bei dieser "Ghost Town Radio Revue", schade. IRISH HANDCUFFS spielten gut und routiniert, die verhaltene Stimmung lag nicht an ihnen... was sich änderte als JOHNNY FIREBIRD die für eine Bigband ausreichende Riesenbühne enterten. Wer ko der ko - und sie können's eben, auch wenn Frontmann Schtifn sich die bei ihm sonst gewohnten Ausflüge ins Publikum versagen mußte. Als dann als Extra-Beigabe Frontfrau Julia von ERECTION zu einer Coverversion dazustieß erreichte die Begeisterung im Publikum fast schon ein Prä-Pandemie-Level. 'Ne Zugabe war auch drin, aber um dreiviertel Zehn war Zapfenstreich - man war ja im Herzen der Innenstadt. Fazit: Live-Konzerte gehen auch so, wenngleich ich mich schon eher auf gepflegtes Abhotten vor der Bühne freue, wann auch immer... (TheRealPal)
Fotokredit: Christian Pallentin