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on Monday, 29 April 2019. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 26. April im TikiBeat in Regensburg

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Am 26. April war es soweit, die Regensburger Hardrocker MASS stellten im Tiki Beat ihr Comeback-Album "Still Chained" im Tiki Beat in Regensburg „live on stage“ offiziell vor. Und sie haben sich dafür Zeit gelassen, seit ihrer Re-Union vor zwei Jahren. Als Liveprogramm gab es in dieser Zeit praktisch ein „best of..“ aus den acht Alben, die zwischen 1977 und 1986 eingespielt wurden, zuletzt 1986 „Kick Your Ass“. In vielen Konzerten wurden diese Songs „entstaubt“ und durch die Hinzunahme eines Keyboarders auf ein neues Niveau gestellt – und damit reif für die Produktion gemacht. Dazu kamen noch zwei neue Songs. All das ist auf „Still Chained“ enthalten und diese Scheibe wurde mit diesem Club-Konzert offiziell präsentiert. Zur Ankündigung kam sogar ein zweiter Mann aus der Urformation aus den 70ern auf die kleine Bühne: Jack E. Burnside, der frühere Sänger, kündigte G.V. Radny und sein neues Line-Up an. Danach gings in einer Tour de force durch das neue Album. Und das alte Material kommt in der Jetztzeit um einiges besser rüber als damals, was vor allem durch die Hereinnahme eines Keyboarders in die Band kommt. Da sind jetzt auch schon mal Anklänge an Deep Purple oder Uriah Heep hörbar. Die alten Songs harmonieren auf der Bühne perfekt mit den beiden neu komponierten Liedern „Restless" und „We Are Back". Die Besetzung um Mastermind Günther Radny schafft mühelos die Klammer zwischen damals und der Jetztzeit. Da klingt alles wie aus einem Guss. Eigentlich logisch, da diese Mass-Musiker seit Jahren auch als Mystic Eyes auf der Bühne stehen und deshalb eine eingespielte Gemeinschaft sind. Da besteht hörbar bestes Verständnis untereinander. Da macht es auch nichts aus, als gegen Ende des Konzerts ein Teil der Stromversorgung auf der Bühne und im Saal ausfällt, die Band nimmt das locker. Das Publikum war begeistert von der Show, genauso wie die Band enorme Spielfreude bewies. Einziges Manko war die doch nicht immer optimale Abmischung – mal war die Gitarre beim Solo zu leise, oder der Bass zu wenig präsent. Fazit – tolle Präsentation von dieser Kult-Band, die mit diesem Album weltweit Erfolg haben könnte! Das Internet machts möglich und bereits jetzt liegen nur positive Reviews von den USA bis Italien, von England bis Frankreich vor - und alle sind sich einig: „MASS are reloaded and back to the music!“ Zuvor sorgte übrigens bereits die noch relativ neue Punk-Combo Erection für gute Stimmung mit ihrem Powerpunk. Mit rotziger Frauenstimme und einem Gemisch aus Männer- und Frauenpower auf der Bühne, gings ab in eine gute Zeit fürs Publikum und Band! Diesmal sogar mit Unterstützung von Johnny Firebird-Sänger Schtifn J. an der Gitarre. (P.Ro)
Fotokredit: A.C.Braun