Rea Garvey und Leslie Clio

on Monday, 05 August 2019. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 2. August auf dem Pürklgut in Regensburg

Rea Garvey und Leslie Clio

Rea Garvey machte im Rahmen seiner „NEON Summer Tour 2019“ auch in Regensburg halt. Gemäß dem Sommer-Motto hörte es auch pünktlich zum Konzertbeginn zu regnen auf und unter großem Jubel des zahlreich vorhandenen Publikums (geschätzte 4000 Menschen) fiel um 20 Uhr der Vorhang und die Band stieg mit einem rockigen Intro ein, welches dann auch gleich die musikalische Richtung für die nächsten 105 Minuten vorgab, und in die zweite Singleauskopplung „Kiss me“ aus dem noch immer aktuellen Album „NEON“ überging. Rea hatte von Anfang an die Menge vor der Bühne voll im Griff. Alle - ob jung oder alt - machten bereitwillig mit beim Singen, Arme in die Höhe und nach links und rechts schwenken usw. Seine langen Ansagen zwischen ausgewählten Songs waren cool und auch witzig (wie z.B. die Story mit der irischen Kneipe, in der er vor Jahren hier in Regensburg mal versumpft ist). Man nimmt ihm den sympathischen Kerl, der einer wie du und ich ist, absolut ab. Der Sound war top, die Band klasse eingespielt, Rea grandios bei rauer Stimme. Ein netter Zug war es dann auch der „Fridays‘ for future“ Regensburg Division (inkl. Erklärung warum seine bald 14 Jahre alte Tochter da auch mitmachen darf, pädagogisch wertvoll ) ein paar Minuten eine Bühne zu geben, bevor es mit dem eigentlichen Programm weiterging. „Tonight“ gab es in einer Akustikversion nur mit Gitarre, „Can't stand the Silence“ entpuppte sich live dann als ein richtig guter Song, der durch seine rockigere Ausrichtung viel besser abgeht. Dass dann noch riesige Ballons (extra importiert aus Guadeloupe) ins Publikum befördert wurden sieht man auch nicht alle Tage. Witzige Aktion. Geboten wurde ein 18 Song starker Querschnitt aus allen vier Solo Alben (insgesamt sieben Singleauskopplungen sowie einigen „nur“ Album Tracks), wobei das Hauptaugenmerk auf dem aktuellen Album „NEON“ lag , sowie als kleine Reminiszenz an seine musikalische Vergangenheit zwei Songs aus zwei „Reamonn“-Alben. Leider wurde das vehement geforderte „Supergirl“ nicht berücksichtigt, wobei Rea auch erklärte warum heute nicht. Die Setlist war aber auch so stark genug und enthielt nicht einen schwachen Song. Am Ende gingen Alle zufrieden nach Hause und werden beim nächsten Mal sicher wieder vor Ort sein, wenn er in der Region spielt. Ein Wort noch zur Vorband: Die quirlige Hamburger Sängerin Leslie Clio, mit einer grandiosen Stimme versehen, heizte dem Publikum trotz Dauerregens während ihres leider nur 30 minütigem Konzerts ordentlich ein und präsentierte einen neuen Song „Kick it“ (glaub zumindest, dass er so heißt) sowie als Höhepunkt ihr bekanntestes Lied „I couldn’t care less“ als Zugabe. Die restlichen Songs kannte ich zu meiner Schande dann nicht. Das gesamte Publikum ging gut mit. Auch die geforderte Tanzeinlage (neben dem üblichen Arme hoch und nach rechts und links schwenken) wurde bereitwillig und gut choreographiert mit gemacht. Dem Paar hinter mir gefiel es recht gut, auch wenn es nicht ihre Musikrichtung war. Die auch hier schon große Menge sparte nicht mit viel Applaus und wurde für Rea schon mal ordentlich angeheizt. Sollte man sich merken und auch mal auf ein eigenes Konzert von ihr gehen. Lohnt sich. (HJH)
Fotokredit: Hans Jörg Herbst