Sarah Straub

on Friday, 29 November 2019. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 18. November im Knoxoleum in Burghausen

Sarah Straub

Am 18. November trat die Gundelfinger Singer/Songwriterin Sarah Straub in Burghausen im Knoxoleum auf. Obwohl ich sie heuer schon mal live bewundern durfte, hab ich mich dann ohne zu zögern, entschlossen nach der Arbeit die gut 160 Kilometer einfach runter zu fahren - denn man kann nie genug Konzerte von ihr anschauen. Auch dieses Mal hab ich das Kommen nicht bereut, denn das Konzert war viel - ich nenne es mal - intimer als zuletzt im Juli in Neustadt an der Aisch. Das lag zum einen an der Location, denn die Bühne ist in den Kellergewölben des Knoxoluems, wo man übrigens Hammer Burger essen kann, und der Raum hat ein Fassungsvermögen von vielleicht 80 Leuten, wenn es hochkommt. Somit ist auch klar, dass die Bühne echt klein ist und, nun kommen wir zum anderen, nicht wirklich viel Platz für viele Bandmitglieder bietet. Dies hatte dann zur Folge, dass es ein reines Solokonzert, also nur Sarah, ihr Gesang und das elektrische Piano, war. Um ehrlich zu sein, mehr braucht es auch nicht. Denn sie ist eine wahnsinnig tolle Sängerin, die zufällig auch noch klasse Klavier spielt. Ich bin ja ein absoluter Elton John-Fan, würde mir aber nie eines seine Solo Piano Tour Konzerte (der Fan weiß, was das bedeutet) anhören. Das nur mal so als Vergleich. Leider waren höchstens 35-40 Leute da (auch einige Hardcorefans, gell Alex), weshalb es dann ein eher kuscheliges Wohnzimmerkonzert war. Die Setlist war ziemlich identisch mit der in Neustadt an der Aisch mit Hautfocus auf dem vor zwei Monaten erschienenen Album „Alles das und mehr“ plus ausgewählter Coverversionen von Songs von ihr so geschätzten deutschen Liedermacher/Bands (BAP, Rio Reiser, Ton Steine Scherben, Hannes Wader, um nur ein paar zu nennen). Leider entfiel heute „Linda“ (von Gundermann, ein CD-Tipp von mir), auch wenn eine Linda anwesend war (ihre megasympatische Managerin) dafür gab es den „Choco Secco Sekt“-Werbesong im Original und der englischen extended, lyrically rewritten Version als einzigen nicht deutschen Song. Die Geschichten rund um einige Lieder und warum sie gecovert oder, besser gesagt, strauberifiziert wurden, waren wie immer total witzig. Ich sag nur „Zeugnistag“ von Reinhard Mey (Sarah hätte auch als Stand up-Comedian gute Karten) und der gut 100 minütige Abend (plus kurzer Intermission) verging (leider) wie im Flug. Da es doch recht spät war und ich wieder 160 Kilometer Rückweg hatte, blieb auch nicht mehr wirklich viel Zeit für einen Ratsch. Fazit: Hammer wie immer und meine Empfehlung unbedingt hingehen, wenn sie in der Nähe von einem spielt. Oder auch ein paar Kilometer mehr fahren. Es lohnt sich unbedingt diese wunderbare Künstlerin (und extrem tollen Menschen) live zu sehen. Für alle Veranstalter, die noch eine Künstlerin für eine Auftritt suchen, hier ist sie. Kontakt über ihre Facebookseite. Wir sehen uns jedenfalls spätestens Anfang Juli 2020 im Kloster Banz wieder Sarah.
(HJH)
Fotokredit: HJ Herbst