Taming The Shrew

on Saturday, 11 May 2019. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 30. April in der Alten Mälzerei in Regensburg

Taming The Shrew

TAMING THE SHREW haben wieder einmal alle überrascht, ein bisschen vielleicht auch sich selbst. Quasi als Opener der großen Mälze-Geburtstagsnacht hatte die Band wahrlich keine günstigen Voraussetzungen, da so früh am Abend noch wenig Leute auf den Galgenberg gekommen waren. Man konnte anfangs schon Mitleid mit den ambitionierten Musikern haben, weil sie aufgrund des strengen Zeitplans pünktlich auf die Bühne mussten und nicht abwarten konnten bis die nachtaktiven Musikfans in Scharen eintrudeln. Doch kaum war der erste Song gespielt, füllte sich der Mälze-Keller dann doch rasch und der Funke sprang sofort auf das Publikum über. Da war sie wieder, diese Magie, die diese Band ausstrahlt. Gänsehaut-Momente, nicht zuletzt wegen der ausdrucksstarken und überragenden Sängerin Dani Liebl. Die Begeisterung im Publikum motivierte die Band noch mehr und die Chemie stimmte: dieses gegenseitige Geben und Nehmen zwischen Band und Zuhörern. Einigen Fans fiel positiv auf, dass sich Josef Zwecks Gitarrenspiel an diesem Abend etwas mehr als sonst in den Vordergrund zu drängen schien; freilich fast immer eingebettet in den herrlich warmen, schweren Sound von Norbert Staudtes Hammondorgel, die dem Sound von TAMING THE SHREW diesen typischen 70er Jahre Charme verleiht. Nicht nur, dass die fünf Musiker mit den starken Songs ihres hochgelobten Debutalbums einmal mehr einen absolut überzeugenden Auftritt ablieferten, auch die neuen Songs im Programm wurden durchweg abgefeiert und machen richtig Lust auf das neue TAMING THE SHREW Album, das voraussichtlich im Sommer herauskommen soll. “Weiter so!” kann man der Band nur zurufen. Sie hat das Potential für weit größere Bühnen als die im Mälze-Keller; was sie ja die letzten Jahre auf zahlreichen Festivals in Deutschland bewiesen hat und wohl diesen Sommer wieder beweisen wird. Wer TAMING THE SHREW immer noch nicht live erlebt hat, kann das übrigens auch am Regensburger Bürgerfest (30. Juni) nachholen. (Norbert Bauer)
Fotokredit: Yannick Twelkmeyer