The Dead Daisies

on Monday, 23 July 2018. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 20. Juli im VAZ in Burglengenfeld

The Dead Daisies

„Was für eine Band. Was für eine Power. Was für ein Erlebnis. Und die Erkenntnis: Rockmusik lebt noch!“ – damit begann A.C.Braun vor zwei Jahren seine Kritik über diese „toten Gänseblümchen“, die aber genau das Gegenteil sind: lebendig, voller Power und Energie. Und genauso zeigte sich diese All-Star-Band um Gründer David Lowy an der Gitarre, ex-Mötley Crüe-Shouter John Corabi, Marco Mendoza (u.a. ex-Thin Lizzy, Whitesnake) am Bass, Gitarrero Doug Aldrige (ex-Whitenake, Dio) und Neuzugang Drummer Deen Castronovo (ex Journey) beim Auftritt im VAZ. Schließlich hat es sich in der breiten Masse der Musikfans inzwischen herumgesprochen: Konzerte der Dead Daisies sind eine Rockoffenbarung. Pure Energie und Spielfreude sorgen für volle Hallen. Das war das einzige Manko, ausverkauft war das VAZ leider nicht. Das störte diesen Fünfer aber nicht Trotz fortgeschrittenen Alters – sie sind keine Jungspunde mehr, sondern seit Jahrzehnten aktiv - zeigten The Dead Daisies was es heißt, richtige Rockmusik zu machen. Diese Musiker verstehen sich als musikalisches Kollektiv, sind inzwischen bei den Aufnahmen zu den Studioalben und dem ständigen Touren zusammen gewachsen. Ihr Sound ist vom Hardrock der 70er und 80er Jahre inspiriert. Und neben den eigenen Songs integrieren sie bekannte Rock-Klassiker in ihr Set. So auch diesmal. Ihre Live-Versionen des CCR-Hits „Fortunate Son“ oder „Bitch“ von den Rolling Stones rockten voll ab, dazu gab’s in der Mitte des Konzerts einen Akustik-Teil, bei dem auch wieder gecovert wurde, Neuling Castronovo sang „Maggie May“ von Rod Stewart, dazu gab’s eine inspirierende Version des Beatles-Hits „Let it be“. Und natürlich durfte als letzte Zugabe „Highway Star“ von Deep Purple nicht fehlen. Diese exzellenten Musiker eroberten von Anfang an die Fans in Burglengenfeld mit einem Konzert, das geprägt war von starken Vocals, bluesigen Riffs, mächtigen Refrains und jeder Menge starker Hooklines. Wer nicht dabei war, hat was versäumt. Das war ein tolles Rockkonzert, bei dem man merken konnte, wieviel Spaß die Musiker selbst auf der Bühne hatten und Bassist Mendoza kam sogar für ein Solo mitten in die Menge (und verteilte unter den Mädels auch noch etliche Küsse). Die fünf Veteranen wissen genau, wie sie das Publikum auf ihre Seite ziehen können. Das zeigt sich auch bei der Vorstellung der Bandmitglieder mit Songausschnitten aus Black Sabbaths “Heaven & Hell“, “Rock ‘n‘ Rock All Night“ von KISS, AC/DCs “Highway To Hell“ oder Thin Lizzy’s “The Boys are back in town“ bzw. „Smoke on the water“ von Deep Purple – für jeden Musiker gab’s den passenden Song. Da wird klar, aus welcher Ära die fünf Dead Daisies stammen und welche Art von Musik sie hochleben lassen möchten – den harten Classic Rock-Sound der 1970er und 1980er. Das ist ihnen gut zwei Stunden lang vortrefflich gelungen. (no.men)
Fotokredit: C.T.

Setlist
1.    Resurrected
2.    Rise Up
3.    Make Some Noise 
4.    Mexico
5.    Dead and Gone
6.    What Goes Around 
7.    Fortunate Son (Creedence Clearwater Revival-Cover) 
8.    All the Same
9.    With You and I
10.    Last Time I Saw the Sun
11.    Drum Solo
12.    Something I Said
13.    Set Me Free
14.    Maggie May (Rod Stewart-Cover)
15.    Let It Be (Beatles-Cover)
16.    Devil Out of Time
17.    Angel in Your Eyes
18.    Bandvorstellung: Highway to Hell / The Boys Are Back in Town / Rock and Roll All Nite / Smoke on the Water / Heaven and Hell (Covers von AC/DC / Thin Lizzy / Kiss / Deep Purple / Black Sabbat)
19.    Song and a Prayer
20.    Bitch (Rolling Stones-Cover)
21.    Midnight Moses (Sensational Alex Harvey Band-Cover)
22.    Long Way to Go
Encore:
23.    Leave Me Alone
24.    Highway Star (Deep Purple-Cover)