Vixen

on Saturday, 20 October 2018. Posted in Nachschau

Kritik zum Konzert am 20. Oktober in der Eventhall im Airport/Obertraubling

Vixen

Vixens erster Aufschlag in der Hard-Rock-Szene war in den 80ern. Die Mädelscombo um Jan Kuehnemund hatte großen kommerziellen Erfolg mit Songs wie »Edge of A Broken Heart«, »Cryin« und »Love Made Me«. Die Band hat mehr als eine Millionen Alben verkauft, sechs No. 1-Videos auf MTV, vier Songs in den Billboard Top 100 und ist der einzige weibliche mit Platin dekorierte Act der 80s gewesen. 1992 kam es zum Split, doch 2012 fand die Orginalbesetzung mit Kuehnemund (Gitarre) und Janet Gardner (Vocals) Roxy Petrucci (Drums) und Share Ross (Bass) wieder zusammen, aber leider wurde kurz danach bei Kuehnmund Krebs diagnostiziert und 2013 starb sie. Die Band machte aber weiter, jetzt mit Britt Lightning ab der Gitarre. In dieser Besetzung kam die Combo jetzt auch für zwei Konzerte nach Deutschland. Und sie haben als Verstärkung noch einen Keyboarder dabei, der etwas verschämt am rechten Rand der Bühne platziert wird, aber dem Livesound einen volleren Klang gibt und für mehr Volumen sorgt, vor allem bei den Midtempo-Nummern. Die Show in der „Eventhall“ startete mit dem Hit „Rev it up“ und brachte einen Querschnitt durch die Alben von damals, aber auch einen neuen Track aus dem 2018er Album „Live Fire“, aber so richtig überzeugen konnten sie eigentlich erst mit dem Cover-Medley von „Perfect Strangers“ (Deep Purple) und „Come together“ von den Beatles, das in die Nummer „I want you to rock me“ eingebunden war und mit dem zweiten Cover „I don’t need no doctor“, im Orginal von Ray Charles, das die Hardrock-Mädels aber in der roughen Humble Pie-Version präsentierten. Und natürlich gab’s zum Ende als Zugabe noch ihren Hit „Edge of a broken heart“. Gut 300 Zuhörer wollten diese Show sehen, die meisten waren Fans und begeistert, aber irgendwie ist die Zeit für diesen Sound vorbei, während die Cover-Stücke von zeitloser Qualität sind und auch in diesen Hardrock-Versionen absolut überzeugten. Absolut überzeugend war dagegen der Support – die Abensberger Bottom of This rockten ihren Classic Rock mit einem Touch R&B mit deftigen Gitarrenriffs und einem beeindruckenden Sänger. (no.men)