Bayerische Landesausstellung 2019/2020: Hundert Schätze aus tausend Jahren

on Wednesday, 16 October 2019. Posted in Kultur

27. September 2019 – 8. März 2020, Haus der Bayerischen Geschichte, Regensburg

Bayerische Landesausstellung 2019/2020: Hundert Schätze aus tausend Jahren

Das Haus der Bayerischen Geschichte veranstaltet vom 27. September 2019 bis 08. März 2020 die Bayerische Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“. Damit zieht das Haus der Bayerischen Geschichte zum dritten Mal nach Regensburg, nach 2000 und 2014. Schauplatz ist diesmal der Sonderausstellungsbereich im neuen Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg.
Die Landesausstellung führt die Besucherinnen und Besucher zurück in die fernere Vergangenheit vom 6. Jahrhundert bis in die Zeit um 1800. Damit schließt sie an die Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht“ an, die die Geschichte des modernen Bayern von 1800 bis in die Gegenwart erzählt. Auf etwa 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erlebt man in der Landesausstellung anhand von 100 hochrangigen Exponaten die historischen Entwicklungen aus den bayerischen Regionen. „Jetzt kann man im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg die bayerische Geschichte komplett erleben. Ich freue mich, dass wir mit der Landesausstellung Prunkstücke aus Weltmuseen versammeln“, so der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl. Diese Exponate von Museen aus Bayern, Deutschland und Europa beleuchten in der Bayerischen Landesausstellung über ein Jahrtausend bayerische Geschichte zwischen dem 6. Jahrhundert und 1800. Die Besucher gehen zurück in alte Zeiten und erleben historische Entwicklungen aus den bayerischen Regionen anhand ausgewählter Objekte, die alle eine eigene Geschichte erzählen und aufregende Einblicke in vergangene Zeiten ermöglichen. Der Bogen reicht von goldglänzenden Schätzen bis hin zum alltäglichen Objekt, das vieles über die Lebenswirklichkeiten in früheren Zeiten aussagen kann. Die ausgewählten Objekte erzählen ihre eigenen Geschichten und ermöglichen aufregende Blicke in frühere Epochen. Der Bogen wird dabei von goldglänzenden Schätzen und einmaligen Kunstwerken bis hin zum Alltagsobjekt gespannt, das vieles über die damalige Lebenswirklichkeit aussagt.
Von der Lex Baioariorum bis zum Planetariumsmodell
In zehn Abteilungen, die vom Früh- und Hochmittelalter bis in die Zeit der Französischen Revolution reichen, werden seltene und einmalige Schaustücke präsentiert. Sie zeugen von großen Erfindungen und mysteriösen Verbrechen, sie berichten von Kaisern und Herzögen, Luxus und Pracht, künstlerischen Leistungen und wissenschaftlichen Errungenschaften.
So manches Exponat gibt Rätsel auf, wie die ledernen Stiefel einer Moorleiche, die Spekulationen über den Grund der Moorbestattung eröffnen. Geheimnisse birgt auch das bemalte Walschulterblatt aus dem oberbayerischen Kloster Polling, das eine venezianische Hafenszene zeigt und vermutlich die weitreichenden Handelsbeziehungen seines Auftraggebers darstellt. Das berühmte Dürer-Porträt von Jacob Fugger beeindruckt bis heute die Betrachter durch die entschlossenen Gesichtszüge des erfolgreichen Kaufmanns. Spektakulär ist der von Engeln auf Wolken getragene Lukasaltar, der eine Ikone aus dem Mittelalter umrahmt. Eine historisch besonders interessante Figur ist der große Löwe, der über zwei Röhren im Maul die Nürnberger Bevölkerung 1649 mit Gratiswein versorgte.
Eine Handschrift der Lex Baioariorum ist nicht nur ein bedeutendes Gesetzeswerk, sondern sie gewährt auch Einblicke in das frühmittelalterliche Volksrecht der Bayern. Ein metallener Dietrich belegt die Taten eines Langfingers im 16. Jahrhundert und ein Planetarium, das Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz erworben hatte, steht für fürstliche Wissenschaftsbegeisterung im 18. Jahrhundert. Medienstationen sowie Tast- und Riechstationen ermöglichen weiterführende Erschließungen mit allen Sinnen.

Ergänzt wird diese 100-Objekte-Schau durch zehn biografische Skizzen von Menschen aus den jeweiligen Zeitschnitten. Sie bilden gleichsam Gesichter der jeweiligen Zeit. Ritter, jüdische Ärztin, Kaufmann, Bauerntochter, Dorfgeistlicher und andere Figuren begleiten Sie in die Vergangenheit und schildern aus ihrer Sicht den Lauf der Zeiten. Es werden keine Herrscherfiguren vorgestellt, sondern Menschen aus ganz verschiedenen gesellschaftlichen Schichten.

Geöffnet sind Landesausstellung und Museum täglich außer Montags von 9 bis 18 Uhr geschlossen ist vom 24. - 25 und 21. Dezember sowie am 1.Januar 2020.
Fotokredit: Bayerische Landesausstellung/Presseportal