Frankenstein

on Wednesday, 09 January 2019. Posted in Kultur

Premiere am 2. Februar, Velodrom, 19.30 Uhr

Frankenstein

Mary Shelley veröffentlichte im Jahr 1818 ihren Schauerroman „Frankenstein or the Modern Prometheus“, der seither ungebrochene Popularität besitzt. Gerade ist die Biografie von Mary Wollstonecraft Shelley im Kino zu sehen. Das Bild von Frankenstein ist ebenfalls mit einem Film verbunden: Der Schauspieler William Henry Pratt, bekannt unter seinem Künstlernamen Boris Karloff, prägte mit seinen markanten Gesichtszügen über Jahrzehnte die Figur des künstlich geschaffenen Menschen. Sein Schöpfer, eben Dr. Frankenstein, musste sich die Teile, die er für die Zusammensetzung seines neuen Menschen benötigte, aus Gräbern frisch Verstorbener zusammenstehlen, und das Gehirn für seine Kreatur entnahm er einem gehenkten Verbrecher. So konnte das Böse, das allerdings erst durch die schlimme Behandlung seiner Mitmenschen im künstlichen Wesen durchbrach und ihn zum Monster machte, erklärt werden.
Die Schaffung von neuen Menschen ist in unserem Zeitalter des technologischen und medizinischen Fortschritts aktueller denn je. Aus China kommt die Kunde, dass ein genetisch modifiziertes Zwillingspaar geboren wurde, und die Eingriffe in das menschliche Erbgut sind kein Tabu mehr, die Diskussion über ethische und rechtliche Grenzen der Genetik ist in vollem Gange. Im Theaterstück von Nick Dear wird die Frankensteingeschichte „neu und heutig“ erzählt. „Inspiriert wird sie dabei von Filmen und Serien wie „Children of Men“, „Westworld“ oder „Ex Machina“. Die Kultgeschichte wird dabei in folgendes Szenario eingebettet: Seit 10 Jahren leidet die Menschheit an einer rätselhaften Krankheit. Sowohl Männer als auch Frauen sind unfruchtbar. Die Forschung sucht fieberhaft nach einer Lösung, bisher ohne Erfolg“, ist in der Vorschau des Theaters zu lesen. „Die Inszenierung des jungen englischen Regisseurs wird auch ausloten, wer hier eigentlich Mensch und wer Monster ist. Deshalb werden die Ensemblemitglieder Jonas Hackmann und Philipp Quest beide die Rollen von Victor Frankenstein und dem Wesen erarbeiten. Jeden Abend wird auf der Bühne live vor Publikum ausgelost, wer von ihnen den Wissenschaftler und wer die Kreatur spielen wird. Ein spannendes Experiment in sich!“ Man darf gespannt sein!
Die öffentliche Probe findet am Samstag, 26. Januar um 11 Uhr im Velodrom statt, der Eintritt ist frei. Zum Thema „Maschinen – Die Vollendung der menschlichen Spezies“ gibt es die „Regensburger Gespräche“ am Mittwoch, 20. Februar, um 19.00 Uhr im Theater am Haidplatz, Eintritt ist ebenfalls frei.

Und noch ein Tipp: mit dem Valentinsrabatt erhalten Sie beim Kauf von zwei Karten für die Vorstellung am 14. Februar das zweite Ticket mit einer Ermäßigung von 50% auf den Nettokartenpreis. (Rabatt nur an der Theaterkasse erhältlich.)
Fotokredit: Theater Regensburg