Fünf Fragen an …. Constanze Lindner

on Tuesday, 07 May 2019. Posted in Kultur

Mit neuem Programm „Miss Verständnis“ am 14. Dezember in der Alten Mälzerei

Fünf Fragen an …. Constanze Lindner

Sie ist Trägerin des Bayerischen Kabarettpreises, auch ausgezeichnet mit dem Thurn und Taxis Kabarettpreis Regensburg, dazu Liebling von Publikum und Presse, die sie regelmäßig umhaut (tz), zum Tränenlachen bringt (Merkur), von ihrer Spielwut total begeistert (APPLAUS) oder sie einfach umarmt. Ab April ist die Kabarettistin, Schauspielerin und BR-Moderatorin mit neuer Mission wieder live unterwegs als „Miss Verständnis“ und gastiert am 14. Dezember in der Alten Mälzerei und am 11. Januar im VAZ in Burglengenfeld, nachdem sie im Mai biereits für vier Tage im Regensburger Statt-Theater auf der Bühne stand. Wir hatten deshalb einige Fragen


1) Wie sind Sie Kabarettistin geworden?

Das mag vielleicht komisch klingen, aber es war tatsächlich so, dass der Beruf sich mich ausgesucht hat! Als Kind hatte ich schon ne große Klappe und weil meine Eltern beide in der TV-Branche unterwegs waren, hatte ich auch nie Angst vor der Kamera! Die Liebe zum Spiel wurde mir also quasi in die Wiege gelegt! Ich bin ein Bühnentierchen, habe viel Theater gespielt und auch darüber liebe Kabarett-Kollegen kennen gelernt. Die haben mich gern an die Hand genommen und dann nahm meine Kabarettkarriere schnell an Fahrt auf. Ich habe großes Glück, dass ich mich so vielseitig auf der Bühne austoben kann, denn das mag ich wirklich am liebsten.


2) Gibt es da auch Vorbilder?

Ein richtiges Vorbild habe ich in dem Sinne nicht! Aber ich bin ein großer Fan von Hape Kerkeling!


3) Das neue Programm hat den Titel „Miss Verständnis“. Worum geht es da? Woher nehmen Sie die Ideen?

Ich bin die Meisterin aller Fettnäpfchen und habe ein großes Talent für Missverständnisse ;-). Im neuen Programm wird so manches "Miss Verstanden"! Ich war aber auch schon "Miss Erfolg" oder "Miss Achtung!" ;-). Mein neues Programm ist wie eine fröhliche Achterbahnfahrt mit meinen Lieblings Figuren, zu denen die Oma und auch Cordula Brödke gehören! Die Ideen hole ich mir direkt aus dem Leben, in dem ich die Menschen um mich herum gern beobachte. Die Oma zum Beispiel ist eine ehemalige Nachbarin, die wir auf Ihre spezielle Art sehr gemocht haben. Aber die hatte durchaus Haare auf den Zähnen, oder sogar Borsten (lacht).
Ich mach mich grundsätzlich über niemanden lustig, wenn dann, eher auf meine Kosten! Mein Publikum wird immer gefeiert und die erste Reihe darf entspannt sein, oft schnapp ich mir die zweite! (lacht)


4) Sie stehen demnächst gleich an mehreren Tagen auf der gleichen Bühne. Sonst meist nur für einen Abend – macht das einen Unterschied?

Es sind sogar vier Abende! Jeder Abend ist anders! Publikum ist auch nicht immer gleich Publikum! Und bei mir kann es schon mal sein, dass Unvorhersehbares passiert! Ich bin jemand, der gerne improvisiert! Somit gleicht nie eine Vorstellung der anderen! Das großartige an kleinem Statttheater finde ich ja, nah am Zuschauer zu sein! Das liebe ich!


5) Das Publikum kennt sie als Kabarettistin und Schauspielerin, aber auch als Moderatorin im TV. Worin liegen da die größten Unterschiede für Sie? Wo fühlen Sie sich am wohlsten?

Das werde ich tatsächlich oft gefragt. Schwierige Frage für mich, denn ich fühle mich in allen Bereichen absolut wohl! Alles hat seine eigene Herausforderung. Im Vereinsheim ist es tatsächlich so, dass ich den roten Teppich für meine lieben Kollegen ausrolle, aber gleichzeitig auch das Publikum im Wohnzimmerambiente unterhalte.
Ich mag die Liveatmosphäre, das sind unwiederbringlich Momente, ob Bühne  oder Livesendungen im Bayerischen Fernsehen. Das ist dann oft ganz spontan!
Und ich spiele gern vor Kindern, zum Beispiel das Musical für Kinder "Ristorante Allegro" oder seit über elf Jahren „Die Kuh die wollt ins Kino gehn“. Das ist so süß, wenn die Kinder nach der Vorstellung zu mir auf die Bühne kommen. Manche bringen mir dann zum Beispiel echtes Gras mit, eingepackt in Serviette mit Schleife, weil Kühe essen ja Gras, überreichen es mir mit einem großen Grinsen und sagen: „Toll hast du das gemacht, hier des is für di“!! Dann werde ich noch fest gedrückt, da geht einem doch das Herz auf!

Fotokredit: Bogdahn