James Francis Gill – „Pop Art“

on Thursday, 10 October 2019. Posted in Kultur

Ausstellung in der Galerie Art Affair in Regensburg vom 11. Oktober bis 2. November

James Francis Gill – „Pop Art“

Er gilt als einer der ganz großen Künstler der Gegenwart – der Amerikaner James Francis Gill. Er wird auf einer Stufe mit Francis Bacon, David Hockney, Roy Lichtenstein und Tom Wesselmann gesehen. Und ähnlich wie bei Andy Warhol ist sein Bild von Marilyn Monroe für seinen Durchbruch entscheidend. Ob Warhol, als er seine ikonischen Siebdrucke von Marilyn Monroe schuf, das Monroe-Bild von James Francis Gills Monroe-Bild „Marilyn Triptych“ kannte, ist nicht bekannt, er hätte sich aber davon inspirieren lassen können. Dieses dreiteilige Werk des in Los Angeles lebenden Texaners kam bereits 1962 als Schenkung in die Sammlung des MoMA, des Museum of Modern Art, in New York. Dadurch erfuhr Gill erstmals internationale Aufmerksamkeit und erlebte damit in den revolutionären 1960er Jahren seinen Durchbruch. Nach dem Marilyn-Triptych folgten weitere Starportraits von Bob Dylan, Liz Taylor, Grace Kelly und Paul Newman. James Francis Gill wurde für seine speziellen Maltechniken gefeiert und gilt neben Roy Lichtenstein, Warhol und anderen als Mitbegründer der Pop Art. In seinen aktuellen Arbeiten verfremdet Gill die Kunst der Ikonographie auf einzigartige Weise mit starken Farbkontrasten. Zu seinen Motiven gehören wieder klassische Ikonen und Helden wie Jim Morrison, John Wayne oder Queen Elizabeth. Der Schriftsteller William Inge charakterisierte diese: „Die Gemälde von James Gill sind so aktuell wie die Morgenzeitung, aber das Wichtigste, aber was wir in diesen Gemälden entdecken – was die Zeitung übersieht – ist ein intimer Blick auf die Personen, die in diesen Titelstorys die Hauptrolle spielen.“  Gills Spätwerk ist polychrom und optimistisch. Das Gefühl für Farbe und Form hat an Komplexität gewonnen und sein Verlangen, Porträt und Abstraktion zu vereinen, bewegt ihn zu Bildraum füllenden Kompositionen.
Die Galerie Art Affair in Regensburg stellt Werke des letzten noch lebenden Begründers der US-amerikanischen Pop-Art erstmals in Regensburg vor. Am 11. Oktober wird die Ausstellung „Pop Art“ mit Arbeiten des berühmten Texaners. Eine Einführung ins Werk gibt Ted Bauer, James Francis Gill selbst ist persönlich bei der Eröffnung dabei.
Fotokredit: Veranstalter