Wolfgang Krebs

on Monday, 22 October 2018. Posted in Kultur

19.11., Leerer Beutel, Regensburg 20 Uhr

Wolfgang Krebs

Auch in seinem neuen Programm "Geh zu, bleib da!" widmet sich der Parodist und Wortakrobat Wolfgang Krebs seiner großen Leidenschaft: Dem schönen Bayernland. Dem droht nämlich die Landflucht. Ganz besonders davon betroffen ist Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering. Schorsch Scheberl, schlitzohriger Schlawiner und eines der Alter Egos von Wolfgang Krebs, sorgt sich um Tradition und Gemütlichkeit in seiner geliebten Heimat. Kurz entschlossen veranstaltet Scheberl einen Motivationsabend, um diesem leidigen Trend den Kampf anzusagen. Im einzigen Lokal weit und breit, in der Wirtschaft „Zur Toten Hose“, melden sich prominente Politiker, Kulturschaffende, Einheimische und Zugroaste zu Wort. Unter der Überschrift „Geh zu, bleib da!“ wird debattiert, gelacht und gesungen.
Die Bühne aber bliebe völlig leer, wenn nicht ein Hauptorganisator all diesen Figuren Leben einhauchen würde. Neben Söder, Seehofer, Herrmann, Stoiber sowie natürlich Schorsch Scheberl und der schnulzigen Allgäuer Schlager-Kanone Meggy Montana werden etliche andere bekannte aber auch noch unbekannte Figuren an diesem lustigen Abend einfallen in die Hymne: „Oh du mein Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering!“
Mit der Schnelligkeit eines Maschinengewehrs lässt Wolfgang Krebs den sich kunstvoll verhaspelnden Stoiber, den jovialen Seehofer, die „Kandesbunzlerin“ oder den zynisch schwadronierenden Söder mit- oder gegeneinander agieren. Clever und subtil schießen diese und weitere Charaktere dabei herrlich lustige, intelligente politische Unkorrektheiten oder Wortverdrehungen von der Bühne. Wolfgang Krebs schaut ihnen allen auf's Maul, kriecht förmlich in sie hinein: "Verschachtelt, verschwurbelt, ein immer sprudelnder Quell absurder Bilder und Vergleiche, irgendwo zwischen Sprachkunst, Kalauer und perfekt gesetzten Pausen", so beschrieb ihn treffend der Fränkische Tag. In Regensburg gibt es eine Vorpremiere des neuen Programm!

Fotokredit: Gregor Wiebe/Huckleberryking