Jahresbestenliste 2019 – die fünf Top-Alben des Jahres

on Monday, 06 January 2020. Posted in CD, Musik

Ausgewählt von Mitgliedern der er-em-online-Redaktion, Musikern, Szenekennern und er-em-online-Usern

Jahresbestenliste 2019 – die fünf Top-Alben des Jahres

Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht: Jahrescharts! Andererseits macht’s ja schon Spaß zu lesen, was anderen gefallen hat. Wir wollten’s deshalb auf für 2019 wieder wissen- welche Platten haben in den vergangenen zwölf Monaten überzeugt, welche alten Helden haben weitere Glanzleistungen gezeigt, welche Newcomer unsere Aufmerksamkeit geweckt? Aber das war gar nicht so einfach für 2019 eine „top5“ der besten Alben des Jahres zu finden. Aber gefunden hat schließlich jeder was, denn zum Glück ist Musik noch immer Geschmackssache. Manchmal ist es nur kurz eine Übersicht, dann mal mit kurzen Statements, und oft mit ausführlichen Begründungen. Dabei sind große Stars, junge Talente und natürlich „geheime“ Tipps genannt worden, oft auch aus der Region. Hier ist die Übersicht:

Norbert Mendel – Herausgeber von er-em-online
Hier meine Bestenliste für 2019 – und diesmal bleib ich ganz in der Region, da sind viele so richtig gute Alben in 2019 erschienen, warum also in die Ferne schweifen!

T.G. Copperfield – Talkin‘ Shop
Tilo hatte 2019 einen absoluten Lauf – und jede Veröffentlichung war einen Tick besser. „Talkin‘ Shop“ zeigt wieder eine neue Facette in seinem Sound mit Funk und jeder Menge Groove!

Mass – Still chained
Ein Comeback-Album nach Maß – und die Neueinspielungen bringen’s voll!

Three Dayz Whizkey – Common Buzzard Blues
Fünf Jahre nach “Steam” – die Rückkehr einer gereiften Band!

Taming The Shrew - Cure
Retro-Rock aus der Region, der international leicht mithalten kann mit einer tollen Stimme.

Diamond Dogs – Orangutan Tango
Dieser “Country Noir” fasziniert einfach!

Hubert Geue – er-em-online-Redaktion

Eivør Pálsdóttir - Live In Tórshavn
Schmerzhaft schöne Folk-Weltmusik von den Faröer-Inseln, berückende Wahnsinnsstimme. Neben Loreena McKennitt in diesem Genre ungeschlagen.

Durand Jones & The Indications - American Love Call
Unglaublich aber wahr, klingt nach Stax oder Motown ca. 1969. Perfekter melodiöser Smooth-Soul mit Gesangsakrobatik, traumhafter Ohrenschmeichler.

Kimberose - Chapter One
Catchy Melodies und was für eine Stimme! Diese Frau kann sowohl leidenschaftlich fauchen als auch zärtlich Schmelz aus dem Himmel holen. „Chapter One“ könnte in den Stax- oder Motown-Studios aufgenommen worden sein. Absoluter Weltklasse-Soul.

Sam Reckless - Dark Times on Glamroad
Americana aus deutschen Landen? Funktioniert! „Dark Times on Glamroad“ ist eine erstklassige Folk-Blues-Songwriter-CD für Freunde von Bonnie Raitt, Lucinda Williams oder Marie Chapin Carpenter. Besonders die mehrstimmigen Gesangsparts sind umwerfend - Ohrenschmaus-Perle! 

Southern Avenue - Keep on
Energiegeladene, faszinierende Mixtur aus Soul, Blues und funky Stuff. Wer auf Sharon Jones & The Dap Kings steht, dürfte hier feuchte Augen kriegen...

Hans Jörg Herbst – er-em-online-Redaktion

Sarah Straub - Alles das und mehr
Sarah Straub schafft es auf ihre unnachahmliche Art und Weise nur mit ihrer Stimme, Piano und minimaler Instrumentierung dem Hörer die oftmals schweren und verkopften Konstantin Wecker-Songs näher zu bringen.

Helloween - United Alive in Madrid
Zum Glück hat man sich wiedervereinigt mit den ehemaligen Mitgliedern, denn so entstand ein spannendes, technisch auf höchstem Niveau gespieltes und gesungenes Livealbum, das richtig Spass macht und eine tolle Setlist bietet mit Songs aus fast allen Phasen der Bandhistory.

The Ferrymen - A New Evil
Grandioser Power Metal mit Ronnie Romero und Magnus Karlsson, wo der Kenner mit der Zunge schnalzt.

Sinner - Santa Muerte
Wer tollen Hard Rock, aus deutschen Landen, mit feinen Thin Lizzy-Anklängen schon immer gut fand, kein Problem mit Frauen und Männerstimmen innerhalb eines Songs oder auf dem Album hat, und zudem noch Sinner Fan ist, greift hier zu.

Seiler und Speer - Für immer
Ein sehr feines Stück Austropop mit durchgehend tollen Songs und auch bewegenden Texten (wie beim Duett mit Wolfgang Ambros z.B.) oder Ala bin.

Oliver Alexander - Musikverleger

The Ramones – Live at the Palladium, New York 12/31/79
Record Store Day Vinyl Releases sind teuer, aber in diesem Fall: wenn solche Archivaufnahmen auftauchen, dann bitte immer gerne! Die beste Band der Welt performed mit unfassbarer Energie an Silvester 1979 in den 1.1.1980 hinein. Wenn es Zeitmaschinen gäbe: ich wäre dabei!

Taming the Shrew – Cure
Die Regensburger Hippies des 21. Jahrhundert mit ihrem zweiten Album. Vocals, Orgel, Arrangements, Sound: meisterlich! Und das Gitarren-Lick zum Titelsong ist für die Ewigkeit.

Rammstein – s/t 2019
Auch ohne das visuelle Spektakel der Konzerte oder der Videoclips: einfach full volume beim Autofahren hören und Riffs, morbide Keyboards und Lindemanns Lyrik genießen. „Radio“ wird ein deutscher Hit des ausgehenden Jahrzehnts sein!

The Raconteurs – Help us Stranger
Jack White, der Mann mit dem meisten, kreativsten und abgefahrensten Output. Die Raconteurs sind eigentlich eher ein Nebenprojekt, aber auch das neue 2019er Album ist Wahnsinn! Wann kommt endlich die Deutschland-Tournee.

Suli Puschban & die Kapelle der Guten Hoffnung – Rette mich!
Angedacht als Rockmusik für Kinder begeistert dieses Album Eltern und Großeltern ebenso. Lieder, die vor Ideenreichtum und cleveren Textideen nur so strotzen, versehen mit Top Produktion und Top Artwork. Ideal für musikalische Früherziehung. 

Alois C. Braun – er-em-online-Redaktion

Leonard Cohen - Thank's For The Dance
Cohens Sohn und seine Mitstreiter schaffen das Kunststück, die letzten Aufnahmen von Leonard in angemessene und authentische Musik zu betten und so ein wirklich grandioses (wenn auch kurzes) Album in die Welt zu setzen. Düster, unglaublich gefühl-/geschmackvoll instrumentiert und packend.


Andre Heller - Spätes Leuchten
Ein vollkommen unerwartetes Spätwerk des großen Poeten aus Österreich. Alles, was ihn seit Jahrzehnten auszeichnet, ist auch auf diesem Album zu hören: Ausgereifte Musik und Poesie pur. Sehr wohltuend in einer Zeit, in der viele Texte nur noch aus inhaltsleeren Phrasen bestehen.

T. G. Copperfield - Talkin' Shop
Der Mann wird nicht nur immer besser, sondern auch immer mutiger! O.K., Mut zu musikalisch Unerwartetem haben viele, aber nur wenige haben auch das Können und die Kreativität aus diesem Mut großartige und überraschende Rockmusik entstehen zu lassen. T.G. hat's einfach drauf.

Robbie Robertson - Sinematic
Herrlich gediegen kommt auch das aktuelle Album von ex-The Band-Member Robertson daher. Wunderbare Songs, unaufdringlich gespielt und arrangiert. Strahlende Kunst auf höchstem Niveau.

Phil Lanzon - 48 Seconds
Zwischen Kompositionen, die wie Filmmusik klingen, und poppiger Eingängigkeit a la Asia pendeln die Songs des Uriah Heep-Keyboarders. Dabei spürt man in jedem Moment eine unglaubliche Musikalität und der fast zehnminütige Titelsong hat das Zeug zum Progrock-Klassiker.

Karlheinz Schmid – er-em-online-User

Monasterium - Church of bones
Ein zeitloses Doom Metal Album , ein muß für Fans von Candlemass "Nightfall" Cult Album

Wolf Jaw - The heart won´t listen
Überzeugende 70er Retro Rock Platte ala Rival Sons, Goodbye June, Greta van Fleet

Leprous – Pitfalls
Und wieder eine Perle im Progessive Rock

Bokassa - Crimson rider
Im Sommer noch Opener bei Metallica´s Stadion Tour. Spielfreudige Metalcombo

Devil and the Almighty Blues – Tre
Stoner-/Blues-Rock. Treibende Hooks mit schwermütig gepaarten Vocals

Günther Radny – Musiker „MASS“

Ambush – Hellbiter
Diese Schweden rocken!

Metal Church - Damned If You Do
So soll Rock klingen!

Epitaph - Long ago tomorrow
Seit 1971 eine der besten deutschen Livebands

Whitesnake - Flesh & Blood
Einfach Whitesnake!

Mass - Still Chained
Habe ich in diesem Jahr am meisten gehört. Die Liveshows sollen ja nach Mass 2019 klingen

Manuel Meier – Musiker OHRANGE

Bring Me The Horizon - AMO
Kein Metallcore (mehr), aber pushende künstlerische Freiheit mit großen Songs!

City & Colour - A Pill For Loneliness
Sphärisch melodiöse Pille für die Einsamkeit. Wunderschön!

Sweetlemon - Lifelong Romance
Geheimtipp: PopJazz von einem Newcomer-Schwestern-Duo aus München

Sam Fender - Hypersonic Missiles
Große Musik, Melodien und Texte!

Bon Iver - i,i
Ein musikalisches Kunstwerk.

Sandy Caspers – Konzertfotographin

Tool - Fear Inoculum
Für mich als TOOL-Fan der ersten Stunde haben sich 13 Jahre Warten auf ein neues Album aber sowas von gelohnt! Seit “Undertow” hat mich keines ihrer Alben von Beginn an und ohne Abstriche so gekriegt.- auch wenn es die eine oder andere Länge bei den Songs der Downloadversion gibt (drei zusätzliche Titel, die auf der CD fehlen).

Liam Gallagher - Why me? Why not?
Nach diesem Album weiß man, welcher der beiden Gallagher-Brüder für den Trademarksound von OASIS zuständig war. Wer braucht da noch eine Reunion?

Cage the Elephant - Social Cues
Wer sich je gefragt hat, wie es klingt, wenn man die Best Of der späten 70er und 80er von Bowie über Kraftwerk bis zu den Pixies reichhaltig zitiert und dabei elegant jeden Anflug von Abklatsch vermeidet, der muss sich dieses Album geben! Modern produziert, abwechslungsreich und als Kind der 80er fühlt man sich uneingeschränkt zuhause.

Parlov Stelar - Voodoo Sonic pt1/3
Der König des Electro Swing hat einmal mehr sensationelle Grooves gebastelt, die alle mühelos und wie aus dem Ärmel geschüttelt ums Eck kommen. Leute mit restless feet syndrome können sich damit Tag und Nacht bestens abreagieren und der Erstling weckt Vorfreude auf die beiden nachfolgenden Teile der Trilogie!

Switchfoot - Native Tongue
Vielschichtiger oft grooviger Indiepop für Leute, die auf Text Wert legen. Native Tongue wirft nicht mit platten Gute-Laune messages um sich und bleibt trotzdem immer authentisch positiv. Schon seit der Veröffentlichung gleich zu Beginn von 2019 mein zuverlässigstes Antidepressivum des Jahres!

Andreas Detterbeck – Musiker “Detterbeck”

Niels Frevert – Putzlicht
Späte Entdeckung 2019. Und das obwohl Niels Frevert seit Jahren zu den ganz Großen der Singer- Songwriter-Zunft in Deutschland gehört. Die Scheibe hat sich in meiner persönlichen Playlist regelrecht festgesetzt. Wunderbare Texte und Songs die zwar eingängig sind, andererseits doch immer ein bisschen neben der Meinstream-Spur laufen.  Absolut empfehlenswert!

Ami Warning – Momentan
Junge Songwriterin aus München mit einem warmen, melodiösen Album. „Momentan“ klingt dicht und weich zugleich. Die Stimme von Ami ist sehr eigen, spröde und gefällt mir sehr.


T.G. Copperfield - Crank it up in Nashville
Tilo ist der Wahnsinn – sein in Nashville 2019 aufgenommenes Album auch. Das ganze klingt nach staubigem Westen, nach den alten Träumen vom Rock’n‘Roll und vor allem nach der Chance auf den richtig großen Erfolg. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

Coer de Pirate - En cas de tempête, ce jardin sera fermé
Der Soundtrack meines letzten Urlaubs in Frankreich. Das neue Album der kanadischen Singer-Songwriterin Béatrice Martin kommt zwar nicht ganz an die Ohrwurmqualitäten der Vorgängerscheiben heran, trotzdem schön zu hören.


Peter Maffay – Jetzt!
Der Rock’n Roll lebt – in Tutzing am Starnberger See. Dort hat die Creme der deutschen Musikerszene – Bertram Engel, Ken Taylor, Pascal Kravetz und viele mehr - mit dem Altrocker Maffay wieder ein energetisches Album produziert. Und die Songs werden politischer, wie z.B. im Lied „Morgen“ wo sich Maffay deutlich von deutschnationalem Gedankengut distanziert. Freue mich auf’s Konzert

T.G. Copperfield – Musiker „3 Dayz Whizkey“, „Copperfield & The Electric Band“

Reese Wynans & Friends - Sweet Release
Reese Wynans, legendärer Key- und Hammondspieler hat seine Lieblingssongs mit Lieblingsmusikern aufgenommen. Immerhin ist er selbst eine lebende Legende, nicht nur weil er schon bei Stevie Ray Vaughan in die Tasten gehauen hat. Alleine schon wegen Josh Smith, Joe Bonamassa und Kenny Wayne Shepherd lohnt es sich, diese Scheibe zuzulegen. Für mich das Album mit dem am Abstand besten Sound des Jahres. Aufgenommen in den Ocean Way Studios in Nashville, denen ich selbst im Frühjahr einen Besuch abstatten konnte. Unbedingt auf Vinyl kaufen!

Joey Landreth -  Hindsight
Joey Landreth ist ein begnadeter Songwriter und Gitarrist einer neuen Generation von Gitarrenhelden. Mit hoher Pop-Sensibilität und Feinfühligkeit hat er hier ein grandioses Werk geschaffen, das einen einfach in den Bann zieht. Dazu ein Artwork, das sich im Plattenschrank sensationell gut macht. Live auch unterwegs mit den Brothers Landreth.

HER - Parallel Universe
Dieses Jahr hat mich vor allem mein Nashville-Aufenthalt enorm geprägt. Ich war zu Gast bei Caleb KBC Sherman und seiner Frau Monique Staffile. Ihre eigene Band "HER" hat ebenfalls dieses Jahr ein neues Album mit dem Namen "Parallel Universe" veröffentlicht. Das ist Musik zwischen Rock und Pop, die mit einer Menge Attitude rüberkommt und Melodien auf den Plattenteller bringt, um die ich die beiden beneide.

Dave McCann - Westbound Til Light
Für mein Album "Crank it up in Nashville" konnte ich den kanadischen Sänger und Songwriter Dave McCann gewinnen. Sein Album "Westbound Til Light" erzählt Geschichten von langen Fahrten auf den unendlichen Highways Kanadas und den Geistern der Vergangenheit dieses wundervollen Landes. Ich bin ein großer Fan und muss hier Werbung machen, weil ihn hier in Deutschland wahrscheinlich kein Mensch kennt.

Ariel Posen - How Long
Dieses Album war dieses Jahr bei mir definitiv in Dauerschleife. Jeder Song ein Treffer und Gitarrenspiel, das ganz tief aus der Seele kommt. Ich hoffe, Ariel auch mal live zu sehen. Eine grandiose Neuentdeckung für mich. Sollte irgendjemand da draußen das Ding auf Vinyl haben, bitte Bescheid sagen.

Michael Albert Islinger – er-em-online-user

Sharon van Etten – Remind me Tomorrow
Es war die erste Platte, die ich 2019 gehört habe und sie hat mich nicht mehr losgelassen. Nach vier Jahren Pause ist Sharon Van Ettens Verwurzelung in Folk und Country noch greifbar, doch hat sie für ihre Dämonen nun mit wuchtig treibenden, elektronischen Beats, verzerrten Klängen oder auch mal düsteren Ambient-Sounds zusätzliche Ausdrucksmittel gefunden.

Black Midi – Schlagenheim
Wie kaum ein anderes Album in diesem Jahr fordert „Schlagenheim“ den Hörer mit immer neuen Schlenkern, Breaks, wechselnden Tempi und rhythmischen Finessen. Für mich ist dieser in fünf Tagen eingespielte Kreativrausch des Londoner Quartetts zwischen Post-Punk, Math-Rock und Indie schon jetzt ein Klassiker.

The Murder Capital – When I Have Fears
Wie die ebenfalls phänomenalen Fontaines D.C kommen The Murder Capital aus Dublin, sind allerdings eher im Post-Punk anzusiedeln. Die oft komplexen Songs des Quintetts vereint eine düstere und geheimnisvolle Stimmung, die durch die überragende Produktion von Flood viel Raum bekommt und nie drückend wirkt.

Angel Olsen – All Mirrors
Von filigranen Balladen bis zu kraftvollen Popsongs mit cineastischen Streicherarrangements lotet Angel Olsen das ganze Klangspektrum aus und trifft bei allen elf Songs ins Schwarze. Am 29. Januar gastiert sie in den Münchner Kammerspielen und die Vorfreude auf diesen Abend ist jetzt schon immens.


Voodoo Jürgens – `S klane Glücksspiel
Selten wurde die Schönheit des Scheiterns so herrlich in kleine Geschichten von Spielern und Kleinganoven gegossen. Und anders als auf seinem Debüt sind die Wienerlieder von Voodoo Jürgens diesmal liebevoll mit Bläsern, Kontrabass und Klavier arrangiert und jedem Lied eine eigene Stilistik zwischen Jahrmarkt, Bebop und dylaneskem Folk gegeben.

Nina Kulig – er-em-online-Redaktion (bei ihr haben es nur vier Scheiben geschafft!)

NAP – Ausgeklingt
Weil das eine der wenigen Bands ist, die es schafft, „kosmische Musik“ im 21. Jahrhundert zu schreiben, die einerseits der Tradition verhaftet bleibt, andererseits aber auch zeitgenössische Elemente mit einbaut.

Organ Explosion - La Bomba
Weil ich diese Band nun schon zum zweiten Mal beim Jazz-Festival in Regensburg erlebt habe und auch dieses Jahr hell auf begeistert war. Dieser Retro-Rock mit Hammond-Orgel, Schlagzeug und Bass, noch dazu gespielt von drei innovativen Musikern, ist einfach klasse und zeitlos.

Joshua Redman & Brooklyn Rider - Sun On Sand
Weil diese Scheibe eine exquisite Zusammenführung von modernem Jazz und zeitgenössischer Klassik ist und jede Komposition ein spannendes Hörerlebnis ist

David Kilgour & The Heavy Eights - Bobbie´s A Girl
Weil dieses Album Anklänge an die psychedelischen Folkbands der 60er Jahre hat und die meist instrumentale Musik sehr locker, frei, entspannt und mitunter auch sehr rockig klingt.

Jockl Peithner – Musiker, „Sacco & Mancetti

Chris Stapleton - From a room
Absoluter Favorit

Anderson.Paak - Ventura
Unglaublich lässig

Rin - Nimmerland
Genial schräg

Shindy - Drama
Konsequent arrogant

Kanye West - Jesus is King
Praise the Lord


Andreas Hanauer – er-em-online-Redaktion, Musiker „Orginal Leberkas Duo“

Life Of Agony - The Sound Of Scars
Ich mochte die Musik dieser deftig harten, aber gleichzeitig wunderbar melancholischen Band aus New York schon immer extrem gerne. Die aktuelle CD The Sound Of Scars läuft bei mir in Dauerschleife – ausschließlich Ohrwurmsongs mit  knackigen Grooves von der neuen Drummerin Veronica Bellino, schön fetten Gitarren-Riffs, Mina Caputos unverwechselbarer Stimme und einer kraftvolle Produktion von Tool- und System-Of-A-Down-Produzentin Sylvia Massy ergeben meinen absoluten Top Favoriten des Jahres 2019!

Slipknot - We Are Not Your Kind
Slipknot, alte Liebe, quo vadis? Seit der Paul Gray und der Joey Jordison den Löffel bzw. die Steckerl abgeben mussten, sind Slipknot unter Corey Taylors Fuchtel massiver Stone Sour-Stadionrockisation ausgesetzt worden. Die neue Scheibe prügelt aber zumindest temporär wie früher, leider immer wieder durchsetzt von schleimigen Konsensrefrains.

Korn - The Nothing
Der Vorgänger The Serenety Of Suffering beinhaltet einige der fettesten Nu Metal Grooves ever. Der Nachfolger The Nothing wüted zwar nicht ganz so brachial, bietet aber eine erstaunliche Palette an eher heftigen aber vielfältig arrangierten Kompositionen. Korn ist zwar Korn ist Korn - erfreulicherweise werden aber dem kornigen Kosmos bei jeder der aktuelleren Veröffentlichungen neue Facetten hinzugefügt.

Dream Theater - Distance Over Time
Warum ich die in meinen Augen bislang berechnendste und eher fade DT Veröffentlichung in diese Jahresliste mit aufgenommen habe? Weil ich erst im Februar 2019 überhaupt auf Dream Theater aufmerksam geworden bin und mir dann als Instant Junkie innerhalb kürzester Zeit ALLE (!) CDs  der New Yorker Prog-Metal-Götter zugelegt habe. Das fulminante Gesamtwerk dieser idiosynkratischen Virtuosen spielt wahrhaft in ganz eignen Liga in der weiten Welt der Rockmusik, und deshalb ist auch dieser eher redundante Silberling doch noch einen Top 5 Platz wert.

Opeth - In Cauda Venenum
Wiederum ein ganz harter Brocken von den Ausnahmeschweden um Mastermind Mikael Åkerfeldt. Hart aber nicht im Sinne von rüdem Death Metal, welchen die Band in ihren Anfangstagen pflegte zu spielen,  sondern im Sinne von äußerst widerborstig verschnörkeltem 70er Jahre Prog-Hardrock. Aber spätestens nach dem 5ten Durchlauf geht die Sonne hinter dem verschneiten schwedischen Birkenwäldchen auf!

Tom Mayr – DJ Tom Tiger

Gang Starr - One of the best yet
Mein Album des Jahres. Eine Reise in die Zeit zurück, als Hip Hop noch schöner war.

Billie Eilish - When we all fall asleep, where do we go?
Schön, dass so junge Menschen doch noch so schöne Musik machen können.

Nick Cave & The Bad Seeds - Ghosteen
Nicht unbedingt zum Tanzen, aber zum traurig Sein oder Träumen.

HVOB - Rocco
Erneut qualitativ hochklassige elektronische Beats der zwei sympathischen Österreichern.

Tindersticks - No treasure but hope
Ich freue mich schon auf mein erstes Konzert im Jahre 2020.

Heinz Lehmann – Musiker „Johnny Firebird“, freier Journalist bei „Filter“ und „Kultur Journal“

Stella Donnelly - Beware Of The Dogs
Stella ist weniger ironisch, verklausuliert und kratzbürstig als Landsfrau Courtney Barnett, aber genau deswegen tiefschürfender. Unterlegt mit lieblichen Melodien trifft sie mit teils extrem (angriffs-)lustigen und unglaublich traurigen Texten den Nagel immer so auf den Kopf, dass es teilweise echt weh tut und immer - nicht nur gedanklich - bewegt.

Vampire Weekend - Father Of The Bride
Schon ewig kein solch abwechslungs- und detailreiches und vor allem langes Album mehr gehört wie dieses. Bei jedem Hören eröffnet sich ein neuer Kniff von VE-Mastermind Ezra Koenig und Produzenten-As Jack Antonoff. Toppt sogar die Vorgänger und das heißt echt was!

Fatoni – Andorra
Bestes und visionärstes deutsches HipHop-Album seit geraumer Zeit. Das Album-Cover von Klaus Voormann passt, dies ist Anton Schneiders „Revolver“. Bin gespannt, was da noch kommt!

Gisli - The Skeleton Crew
Der Isländer ist nach langer Pause wieder mit eigenem Material und zahlreichen Auftragsarbeiten unterwegs. Die Songs wie immer unprätentiös, schlau und schlicht und ergreifend umwerfend. Wo warst Du nur so lange?

Lingua Nada – Djenn
Weirden shit spielen ist im Zweifel gar nicht so schwer, aber diesen so eingängig, opulent und facettenreich umzusetzen, ohne sich beim Bekannten zu bedienen, ist nicht so leicht. Die Leipziger reissen locker internationale Standards und klingen dabei so unverschämt leichtfüssig, dass manche Progrocker vor Neid erblassen dürften.

Daniela Fuchs – er-em-online-Redaktion, Sängerin bei Groove Machine, TotoX

Gov´t Mule - Bring on the music - Live at Capitol Theatre
Für mich eine der besten und vielseitigsten Bands überhaupt, es gibt nichts was Warren Haynes nicht singen und/oder spielen kann

Thunder - The Greatest Hits
All time favourite Band of mine, zeitloser, intelligenter Hardrock right in your face

Alter Bridge - Walk the sky
Sie liefern einfach immer nur feinste Ware ab - starkes Album mit starken Songs und einem der besten Sänger auf diesem Erdball

The Magpie Salute -High Water II
Rich Robinsons Band und ein würdiger Nachfolger für die Black Crowes

Kenny Wayne Shepherd - The Traveller
Mit das Beste was der Blues heutzutage zu bieten hat und ein Wahnsinns Gitarrist - move over Bonamassa.....


Matthias „Säm“ Wagner  - Produktleiter Social Media bei der Mittelbayerischen, Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberpfalz

Fontaines DC - Dogrel

Michael Kiwanuka - Kiwanuka‬

Bon Iver - i,i

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen - Fuck Dance, let’s Art!‬

Khruangbin - Hasta El Cielo‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬

Thomas & Rainer Marschel – Musiker „Atomic“

Liam Gallagher - Why Me? Why Not.
Wir hätten nicht gedacht, dass nochmal ein Post-Oasis Release so einschlägt wie dieser. Es erinnert uns an die guten alten Zeiten der 90er Jahre - Rock´n´Roll!

Cigarettes After Sex - Cry
Die wohl melancholischste Pop Song Romanze auf einem Musik Album zusammengefasst. Leidenschaftlich und süß inklusive Tränen Garantie.

Coldplay - Everyday Life
Coldplay´s neues Album ist verhasst oder wird vergöttert. Hier bei uns in Furth im Wald vergöttert.

Thees Uhlmann - Junkies und Scientologen
Lyrics Bomb! Wenn das nächste Album von Thees so gut wird wie J.U.S. kann er sich ruhig nochmal fünf Jahre Zeit lassen.

Gerry Cinnamon - Erratic Cinematic
In UK schon 2017 veröffentlicht, in Deutschland erst in diesem Jahr. Besser später als nie. Brit-Pop Volkslieder zum mitgröhlen vom schottischen Mod der Extraklasse - Geheimtipp!

Peter Geiger – er-em-online-User, freier Journalist. Er ist sehr kritisch und benennt nur vier Alben, dafür gleich zwei von einer Band!

Tedeschi Trucks Band – Signs
Ein Album wie ein Wunderhorn: Das Ehepaar Susan Tedeschi und Derek Trucks wandelt gemeinsam mit ihren zehn für jeden Spaß zu habenden Mitmusikern auf den Spuren der Allman Brothers. Mit „Signs“, dem 2019er Neuling, haben sie ein elf Tracks starkes Album vorgelegt, das vielem huldigt, was sich in den letzten 60 Jahren als Qualitätsmerkmal amerikanischer Musik etabliert hat: Soul, Jazz, Blues, grandioser Gesang und verdammt kluges Songwriting. Hat man gute Laune, so erdet es. Und wenn’s einem schlecht geht, dann lässt es Dich schweben. Mehr geht kaum.

The Highwomen – The Highwomen
Wenn Pop politisch wird, besteht immer die Gefahr, die in den 1970er Jahren von Jutetaschen ausging: Nur weil das Produkt für eine bessere Welt steht, muss es noch lang nicht schön sein. Der weiblichen Supergroup „The Highwomen“, der auch die queere Country-Queen Brandi Carlile angehört, ist mit ihrem Debüt weit mehr gelungen: Zum einen haben sie ziemlich rasch die Spitze der US-Country-Charts erklommen. Und auf dem Album sind grandiose Catcher wie das Männerherzen okkupierende „If she ever leaves me“ oder auch das programmatische „Redesigning Women“: Darin ist die Rede von Frauen, die heute ihre Haarfarbe ebenso schnell zu wechseln vermögen wie ihre Weltanschauung. Na, das lässt doch ein bisschen hoffen. Vielleicht trägt das ländliche Amerika 2020 weniger Blond?

Big Thief – „U.F.O.F“ und „Two Hands“
Völlig überzeugt hat mich im vergangenen Jahr die US-Folkpop-Band „Big Thief“ mit ihrer so grandios fragilen Sängerin Adrianne Lenker. Nicht nur qualitativ – wenige Monate nach ihrer psychedelisch-versponnenen Frühjahrsgabe „U.F.O.F.“ schoben sie mit „Two Hands“ noch eine handfestere Herbstüberraschung nach und sorgten so mit 22 Songs in der Summe auch für seltene Quantität im Popjahr 2019. Der Allmusic-Guide gibt einmal viereinhalb, das andere Mal vier Punkte: Ich spende noch ein eineinhalb Punkte und deklariere beide Alben zu jeweils einem „Masterpiece“. So hatte übrigens schon das 2016er Debüt von „Big Thief“ geheißen.

Und weil's natürlich noch interessanter ist, diese Musik auch zu hören, haben wir dafür eine eigene Spotify-Liste zusammen gestellt mit über sieben Stunden Laufzeit - hier zum Nachhören unter https://open.spotify.com/playlist/5ZLfVZ7mYd80qZ7H8Qmnkg?si=cg_Z0bwRQ26hLw4Pl0OTew&fbclid=IwAR3DroyanQWZppch4HsTLBzde71xRHJC9j2MwVNgN0pW1oqasUCMVRJ-ZWQ