Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One - 50th Anniversary-Neuauflage

on Tuesday, 01 December 2020. Posted in CD, Musik

The Kinks

Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One - 50th Anniversary-Neuauflage

In unserer Reihe „From the vaults“ würdigen wir im Dezember mit diesen Album besonders Ray Davies, den Gründer der Band. „Lola“, so der verkürzte Albumtitel, ist ein Werk aus dem Jahr 1970, der achte Longplayer der Band, und ein Konzeptalbum, das seiner Zeit um Jahre voraus; eine satirische Beleuchtung der Musikindustrie mit ihren Musikverlagen, Gewerkschaften, Presse, Buchhaltern, Managern und dem Leben auf Tour. Ein Alltime-Klassiker der Kinks-Alben, der jetzt 50jähriges Jubiläum feiern kann.
„Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One“, kurz „Lola Versus Powerman“ oder einfach nur „Lola“ war das achte Studioalbum von The Kinks. Das im Jahr 1970 aufgenommene und veröffentlichte Konzeptalbum war seiner Zeit voraus; eine satirische Beleuchtung der Musikindustrie mit ihren Musikverlagen, Gewerkschaften, Presse, Buchhaltern, Managern und dem Leben auf Tour. Ein Alltime-Klassiker der Kinks-Alben.
Zum 50. Release-Jubiläum gibt’s diesen Longplayer jetzt standesgemäß in diversen Formaten: So erscheint „Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One“ als liebevoll zusammengestelltes Deluxe-Boxset, als Einzel-LP, als Deluxe-Doppel-CD, als Einzel-CD sowie in digitaler Form am 11. Dezember via BMG. Was die CDs betrifft, so wurde das Originalalbum von den Originalbändern neu gemastert, dazu gibt zahlreiche Einzelmixes (in Stereo und Mono), B-Seiten, Alternativmischungen und neue Medleys mit Ray & Dave Davies' Spoken-Word-Kommentar. Dazu kommen bisher unveröffentlichte Demos, originale Session-Outtakes und mehr. Also für Fans die „Vollbedienung“!
Obwohl das Album damals während einer für die Band wechselvollen Übergangsphase erschien, wurde „Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One“ nicht nur von Fans und Kritikern gefeiert, sondern entwickelte sich auch zum kommerziellen Erfolg. „Lola“ stieg in die Top 40 der US-Charts ein und verhalf den Kinks so als „Comeback-Album“ zur Rückkehr in den öffentlichen Fokus. Aus dem Album gingen zwei Hit-Singles hervor: „Lola“ stieg auf Platz 9 in den amerikanischen Single-Charts sowie auf den 2. Platz in Großbritannien und Deutschland ein – der größte Erfolg der Kinks seit ihrem Evergreen „Sunny Afternoon“ aus dem Jahr 1966. Die zweite Hit-Auskopplung „Apeman“ kletterte bis auf Platz 5 in UK und Deutschland. „Das Album feiert die künstlerische Freiheit (inklusive meiner eigenen) und das Recht auf Gender-Freiheit; so wie man sich eben gerade fühlt“, so Ray und fährt fort: „Das ganze Geheimnis ist, ein guter und vertrauensvoller Mensch und Freund zu sein.“
„Lola“ wurde Anfang 1970 von Ray Davies geschrieben und in den Morgan Studios in London aufgenommen. Der Track, der seiner Zeit voraus war, erzählt angeblich die romantische Geschichte eines Treffens eines jungen Mannes und einer Transgender-Person in einem Club in SoHo; eine Story, die offenbar auf eine Begegnung des Managers der Kinks zurückgeht. Ursprünglich als A-Seite des Tracks „Berkeley Mews“ aus der Session zum „Village Green Preservation Society“-Album in UK, und des von Dave Davies komponierten Stücks „Mindless Child Of Motherhood“ in den US veröffentlicht, wird die ikonische Hookline mittlerweile seit Dekaden rund um den Globus skandiert.
Den Auftakt zur Kampagne für das Boxset zum 50. Jubiläum macht der brandneue Ray Davies-Remix/Medley des Kinks-Tracks „Any Time“. Ursprünglich von Ray als mögliche B-Seite für „Apeman“, komponiert, enthält „Any Time“ bisher unveröffentlichte Versionen und Auszüge aus verschiedenen Kinks-Tracks des „Lola“-Albums sowie Spoken-Word-Elemente und Soundeffekte. Ein Konzept-Stück, über das Ray erklärt: „Die durch das Coronavirus herbeigeführte Isolation gibt den Menschen Gelegenheit, die ganze Welt mit neuen Augen zu betrachten, neu zu bewerten und ihr Leben neu auszurichten. Musik kann den Einsamen Trost geben und die Zeit überdauern. Sie ist nicht die Zukunft oder die Vergangenheit, nicht gestern, nicht heute oder morgen. Sie ist allgegenwärtig. Ich habe einen Weg gesehen, diesen unveröffentlichten Track aus den 1970er-Jahren mit dem Publikum des Jahres 2020 zu verbinden. Ich habe außerdem einen Weg erkannt, um aufzuzeigen, dass die Musik durch die Zeit reisen kann. Dass die Erinnerung eine völlig unmittelbare Sache ist, die uns bis ins Hier und Jetzt begleitet. Ich habe den Song ursprünglich als etwas völlig Surreales zusammengestellt und dann erkannt, dass es tatsächlich Wirklichkeit wird. Der Song hat nun seinen Platz gefunden – nach seinem 50. Geburtstag!“ (BMG) P.Ro *****