Premierenkritik zu „Jenseits von St. Emmeram“ am 8. Februar im Velodrom

on Tuesday, 11 February 2020. Posted in Musik, Kultur

Weitere Aufführungen im Februar am 11.2., 13.2., 17.2., 19.2., 20.2., 24.2., 26.2.

Premierenkritik zu „Jenseits von St. Emmeram“ am 8. Februar im Velodrom

Als vor fünf Jahren eine erste St.Emmeram-Rock-Revue (Ein Sommernachts-Albtraum auf St. Emmeram) Premiere hatte, wünschte sich mancher einen Nachfolger der schrägen Show. Wie das so ist mit Nachfolgern, können sie nicht immer an den Vorläufer heranreichen. „Jenseits von St. Emmeram“ verarbeitet die Geschichte um den Bau der Steinernen Brücke – die Wette des Brückenbaumeisters mit dem Teufel, die der Gehörnte schlussendlich verlor. Daraus ein abendfüllendes Programm zu machen ist nicht leicht, und das merkt man der Produktion auch an.
Dass es dennoch ein einigermaßen unterhaltsamer Abend wurde, ist den Schauspielern (Michael Haake, Silke Heise, Robert Herrmanns, Thomas Weber und besonders Kristóf Gellén als Teufel), den Tänzern und vor allem den Musikern zuzuschreiben. Steffi Denk, Markus Engelstädter und die Band mit Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug), Uli Zrenner-Wolkenstein (Bass), Bernd Meyer (Keyboards), Martin Jungmayer (Saxophon), Andreas Blüml (Gitarre)  peppen mit Rock’n Roll- und Rockstandards den Plot gehörig auf und machen Laune. Gelungene satirische Stellen wie das Gespräch der beiden Immobilien-Haie oder die klimatischen Bedingungen in der Stadt in 50 oder 100 Jahren machten richtig Spaß, der Wettstreit zwischen „Steini“ und dem Teufel um die passende Musik, bei dem Sänger und Band zwischen verschiedenen Musikstilen hin- und herzappten, wurden von den Sängern und der Band technisch perfekt umgesetzt.
Und als zum Schluss noch „Captain Regensburg“ eingeflogen kam, war das Publikum endgültig begeistert. Der Teufel verliert seine Wette natürlich wieder und muss weitere 850 Jahre auf seine drei Seelen warten. Fazit: ein tolles Musik-Spektakel, allerdings mit flacher Handlung. 
Fotokredit: Jochen Klenk