Spirit

on Wednesday, 01 July 2020. Posted in CD, Musik

Spirit

Spirit

Für Juli haben wir für die Rubrik: "From the vaults" ein Album von 1968 aus den USA: Das Debutalbum der Band Spirit. Garantiert kennen diese Scheibe heute nur ganz wenige, und sicher nur solche aus der Ü50-Generation. Rezensent ist Christian Pallentin, der seit einiger Zeit für die Homepage unter dem Kürzel TheRealPal schreibt, und heute noch dafür ****** vergibt.
Die Sixties! Da dreht sich sofort das Assoziationskarussell: Love, Flowers, Hippy-Dippy, Sunshine etc.pp.rep.ad.lib. - nur war halt in den Sechzigern nicht alles eitel Sonnenschein. Diese Platte ist von der Grundstimmung her eher so à la: Mir geht's ned so gut. Draussen regnet's. Anyway. Sehr lakonisch. Auch führt das Ding beim ersten Track auf die falsche Fährte: Man glaubt haargenau zu wissen wie's weitergeht... für ganze zwei Takte. Dann aprupter Stil- und Stimmungswechsel ohne den Fluss zu unterbrechen - und Jay Ferguson's Stimme setzt mit einer Mischung aus Coolness und Arroganz ein. Irritation beim ersten Anhören (im Alter von 15): "Singt der wirklich 'Eat fresh garbage???". Tut er. Sehr außergewöhnliche Platte für diese Zeit - Stilrichtungen balgen und vertragen sich; a weng an Psychedelic, a weng an Blues, a bisserl Jazz... und alles in sich stimmig. Meine Highlights: ‚Mechanical World‘ und ‚The Great Canyon Fire In General‘ - lakonisch und melancholisch. Großartige Platte. Gibt's als CD zusammen mit vier anderen Spirit-Album beim Großen Bruder mit dem kleinen a für'n Appel und 'n Ei in der Original Album Classics-Version. „The Family That Plays Together“, „Clear“ und „Twelve Dreams Of Dr. Sardonicus“ halten den Qualitätsstandard (obwohl sie meiner Meinung nach nicht ganz an das Erstwerk heranreichen), und die „Feedback“, auf der sich Spirit in Mainstream-Rock-Gefilden aufhielten nimmt man dann halt noch so mit. Essentielles Album. (CBS) TheRealPal