Hitchcock

on Thursday, 08 October 2020. Posted in Buch

Bernad Benoiel, Gilles Esposito, Murielle Joudet, Jean-Francois Rauger

Hitchcock

Wie gelangt ein Künstler zur Unsterblichkeit? Indem er ein Werk schafft, das alle anderen zum Modell erwählen und das niemand kopiert, weil er das Vorbild ja nie erreichen würde. Solche Meister gibt es selten, aber einen gewiss: Hitchcock, Alfred Hitchcock! Zu seinem vierzigsten Todestag (und zu 60 Jahren „Psycho“) ehren Bernard Benoliel und Jean-François Rauger den Master of Suspense mit einem besonderen Band: Dieser großformatige, buchstäblich vielseitige Band bietet die ultimative Gesamtschau über das Werk jenes Mannes, der die Welt das Gruseln lehrte. Alfred Hitchcock (1899-1980) drehte in einem halben Jahrhundert 53Filme, von denen sich nicht einer wiederholt und durch die sich doch ein roter Faden zieht, ein blutroter Faden - die Angst! Es ist eine der berühmtesten Szenen in der Geschichte des Films: der Mord unter der Dusche in „Psycho“. Schnelle Schnitte, stakkatohafte Musik, die eigentliche Tat geschieht mehr im Kopf des Zuschauers als auf der Leinwand. Alfred Hitchcock vermochte wie kein Zweiter mit den Ängsten der Kinobesucher zu spielen. Mit ausgefeilter Dramaturgie, nervenaufreibender Spannung und britischem Humor schuf er zeitlose Meisterwerke der Filmgeschichte, die die Zuschauer heute noch wohlig erschauern lassen. „Die Vögel“, „Marnie“ oder „Das Fenster zum Hof“ – Hitchcocks Thriller gehören zu den besten Filmen aller Zeiten, egal ob schwarz-weiß oder in Farbe. Er prägte Begriffe wie Suspense und MacGuffin, von ihm eingesetzte Techniken waren wegweisend für viele Filme bekannter Hollywood-Regisseure und machten ihn dennoch erst spät zum Oscar-Gewinner. Von den frühen Arbeiten an, dem „Hitchcock vor Hitchcock“, bis zum geradezu entspannten Spätwerk werden hier auf über 600 Seiten, unterteilt nach Dekaden, ausnahmslos alle Filme behandelt, samt Inhalt, Filmplakaten, kompletter Crew, Vorgeschichte, Rezeption und Dreharbeiten. Die waren oft nicht reibungslos, denn war Hitchcock auch einfach genial, einfach im Umgang mit seinen Schauspielern und vor allem Schauspielerinnen war er nicht. Auch die werden kapitelweise gewürdigt: Ingrid Bergman, Grace Kelly, Cary Grant, James Stewart. Eingestreut sind bezeichnende Einzelaspekte: die Drehbücher und die Musik, die Psychoanalyse oder Hitchcock am Steuer. Dazu Plaudereien aus dem Nähkästchen für absolute Hitchcock-Fans. Auch Zeitgeschichte wird thematisiert: Hollywood gegen die Nazis, Hitchcock im Krieg und vieles mehr. Spektakulär abgerundet wird diese 648-Seiten-Monographie durch eine enorme Fülle an Bildern: Szenenfotos, Impressionen von den Dreharbeiten, intime Momente während der Drehpausen... Mit „Hitchcock nach Hitchcock“ (dem Nachlass) endet diese üppige Würdigung zum 40. Todestags des Meisters der Gruselkunst: Ein Band, ganz nach Hitchcocks Manier: gigantisch und spannend! Hier lässt sich auf über 600 umfangreich bebilderten Seiten dem Phänomen Hitchcock nachspüren!