Ich rede zu viel – die Autobiografie

on Thursday, 28 March 2019. Posted in Buch

Francis Rossi

Ich rede zu viel – die Autobiografie

Francis Rossi, Gründer der legendären Band Status Quo, Großbritanniens beliebteste Rocker, war in den letzten Monaten sehr aktiv. Nicht nur, dass er ein neues Album mit der Sängerin Hanna Rickard ohne seine Band eingespielt hat, er hat auch zusammen mit dem britischen Rockjournalisten Mick Wall eine brandneue Autobiografie verfasst, mit der er gerade auf seiner ersten „Spoken Word“-Tournee quer durch Großbritannien reist, um unter anderem aus seinem Leben als berühmter Quo Gitarrist zu erzählen und Fragen seiner Fans zu beantworten. Bei uns müssen sich die Fans derzeit noch mit der deutschen Ausgabe der Autobiografie, die im Orginal „We Talk Too Much“ betitelt ist, begnügen. Rossis neue Autobiografie umfasst fast 300 Seiten und ist in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten, britischen Autor und Musikjournalisten Mick Wall, der im Laufe seiner Karriere bereits mehr als 1 Million Bücher verkauft hat, entstanden. In diesen neuen, duchaus explosiven Memoiren enthüllt Rossi - berühmt dafür, nicht verschwiegen zu sein – in dreizehn Kapiteln die wahre Geschichten seiner unglaublichen Karriere, die bereits 1962 begann. Das Buch ist zuweilen schmerzhaft ehrlich. Es behandelt die glorreichen Jahre ebenso wie die dunklen Tage, die Höhen und Tiefen seiner Beziehung zum verstorbenen Rick Parfitt und die wahren Geschichten über die Entstehung einiger der größten Rocksongs aller Zeiten. Mit 70 Jahren kann Rossi schließlich auf ein bewegtes Leben hinter sich blicken, in dem er seine Drogenprobleme in den Griff bekam, Vater von acht Kindern mit drei Frauen wurde, aber trotz aller Erfolge noch immer als der „sympathische Typ von nebenan“ rüber kommt. Diese Story kommt witzig und selbstironisch rüber, offen und manchmal auch schockierend. Ein interessantes Zeitdokument über das Rockbiz, das dem interessierten Rockfan einiges Lesevergnügen bereitet. Vielleicht gibt’s auch in Deutschland noch eine „Spoken word“-Tour dazu. (P.Ro)