Another State of Grace

on Friday, 09 August 2019. Posted in CD

Black Star Riders

Another State of Grace

2012 entschlossen sich Scott Gorham, Marco Mendoza, Damon Johnson und Sänger Ricky Warwick - damals noch Mitglieder von Thin Lizzy - eigene Songs zu schreiben. Da Darren Wharton und Brian Downey nicht interessiert an neuem Material waren, entstand auch als Respekt an den verstorbenen Phil Lynnot die neue Formation Black Star Riders – stilistisch aber ganz in der TL-Tradition. Marco Mendoza, mittlerweile bei den Dead Daisies, wurde durch Robbie Crane (u.a. Ratt, Vince Neil und Lynch Mob) am Bass ersetzt. An den Drums sitzt seit 2017 Chad Szeliga und Damon Johnson wurde kürzlich durch den Gitarristen Christian Martucci ersetzt. Das letzte Album "The Killer Instinct" fand ich schon sehr stark. "Another State of Grace", der inzwischen vierte Longplayer, kann gut anschließen. Scott Gorham ist auch gesanglich sehr nahe an Phil Lynnot und muss sich an der Gitarre absolut nicht verstecken. „Tonight the moonlight let me down" und “Another State of Grace" - beide im traditionellen Lizzy Sound - sind starke Opener. Ein durchweg politisches Statement haben die Riders auch zu vermittlen, wie z.B. bei "Soldier in the Ghetto" oder "Why do you love your guns" (more than the kids!). Zehn wirklich gute Songs haben sich die BSR-Rocker da aus den Ärmeln geschüttelt, dennoch muss ich sagen, dass diese Scheibe trotz gutem Material ziemlich dahin plätschert. Wer die Black Star Riders nicht kennt, sollte mit "Killer Instinct" einsteigen - die hatte etwas mehr Biss. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Unterm Strich haben sich die Riders ihren Platz im Rockbusiness redlich verdient und jeder der Thin Lizzy mochte, kann auf jeden Fall damit was anfangen. Auf Tour sind die Black Star Riders diesen Herbst am 18.11 im Münchener Backstage oder am 19.11. im Nürnberger Hirsch zu sehen. (Nuclear Blast) FuD

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