Apokalypse

on Saturday, 25 August 2018. Posted in CD

Primal Fear

Apokalypse

Gut zwei Jahre nach “Rulebreaker” wurde Anfang August das zwölfte Studio-Album der schwäbischen Speed/Power Metal- Band Primal Fear rechtzeitig zum 20. Geburtstag der Band veröffentlicht. Auffallend beim ersten Durchhören ist der brilliante Sound, der für ein italienisches Label wie Frontiers Rec. doch eher ungewöhnlich ist. Die Gitarrensoli und auch der Gesang waren meiner Meinung nach nie besser als hier. Nach einem kurzen Intro folgen mit “New Rise” und “The Ritual” erstmal zwei typische High Speed-Brecher der Band. Der erste erinnert an frühere Helloween, während der zweite aus der “Painkiller” Phase von Judas Priest stammen könnte. Bei dem genialen Gesang von Ralf kein Wunder, dass man ihn mal als Nachfolger von Rob Halford haben wollte. Mit Track 4 “Kingdom of Madness” wird die Geschwindigkeit etwas zurückgeschraubt und der hymnische Gesang im Refrain erinnert diesmal stark an die Gamma Ray Zeit von Ralf. Track 5 “Blood, Sweat and Fear” zieht wieder an. Aggressive Vocals (mit immer melodischen Refrains) treffen auf treibende Drums und schneidige Gitarren. Track 6 “Supernova” ist die Halbballade auf dem Album mit etwas Piano und Streicher untermalt und einer der drei herausragenden Titel auf der Standardversion. Die Gitarrenarbeit einmal mehr hier herausragend und höchst emotionaler Gesang. Track 7 “Hail to the Fear” geht musikalisch wieder zurück in die Judas Priest/Gamma Ray Richtung, aber auch hier im Vergleich zu früheren Alben mit etwas reduzierter Härte. Bei Track 8 “Hounds of Justice” stechen die orientalisch angehauchten Gitarrensprenkel (oder ist es gar eine Tri State Corner-Bouzouki?), der melodische Refrain heraus. Ein flotter, wenn auch sonst etwas gewöhnlicher Song mit einem eher kurz gehaltenen Gitarrensolo. Track 9 “The Beast” erinnert dann wie immer an… Aber das hatten wir ja schon oben. Gamma Ray-Fans werden bei diesem Song jauchzen. Einer der vier härtesten Songs auf der Standardausgabe. Track 10: “Eye of the Storm” ist dann der epische Longtrack mit acht Minuten auf dem Album und der beste Song, den Primal Fear je geschrieben haben - genialer Gesang, fette Soli, Streicher, Melodien zum Niederknien. Hier ist alles vertreten, was einem Metalfan die Tränen in die Augen treibt vor Freude. Track 11: “Cannonball” beschließt dann als härtester Song ein durch und durch hammermäßiges Album. Fazit: Besser waren Primal Fear, zumindest meiner Meinung, nach nie. Die Geschwindigkeit wurde gedrosselt,s omit ist es extrem abwechslungsreich. Von der Halbballade über den epischen Longtrack bis zur knallharten, fast schon Speedgranate ist alles enthalten. Sound Hammer, Gesang Hammer, Musik Hammer = CD Hammer und somit verdiente sechs Punkte. Den siebten Wertungspunkt hebe ich mir für das nächste Album auf, spreche eine unbedingte Kaufempfehlung aus (man sollte sich hier dann gleich die Deluxe Version mit drei oder die japan CD Version mit vier Extratracks zulegen) und verweise auf den 20. Oktober wo die Band zusammen mit Riot V das L.A. in Cham abreißen wird. Vielleicht sieht man sich ja da. (Frontiers Records) HJH

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