Black to Blues Vol. 2

on Thursday, 19 September 2019. Posted in CD

Black Stone Cherry

Black to Blues Vol. 2

Sie gehören zur neuen Generation der Hard- und Southern-Rock-Acts, die nach der der Jahrtausendwende die Rockbühne betraten: Black Stone Cherry. Das selbstbetitelte Debüt erschien 2006; dieses eingeschlossen umfasst der Backkatalog von Black Stone Cherry inzwischen sechs Studioalben (zuletzt erschienen: „Family Tree”, 2018) sowie einen fulminanten frühen Livemitschnitt („Live at the Astoria, London”, 2007). Der Durchbruch in Europa gelang den Jungs aus Kentucky 2007 im Zuge von Tourneen gemeinsam mit Def Leppard und Whitesnake. Live begeistern sie seit jeher nicht nur mit ihren eigenen Kompositionen, sondern darüber hinaus auch mit diversen gewitzt und mit jeweils ganz spezieller eigener Note vorgetragenen Coverversionen, besonders von Bluesrock-Klassikern. 2017 nahm die Band diese Vorliebe für den elektrischen Blues der 1960er-Jahre zum Anlass, eine Tribute-EP namens „Black to Blues” herauszubringen. Auf ihr interpretierten sie sechs von Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Freddie King und Albert King unsterblich gemachte Titel auf eine Art und Weise, dass die Gitarrenhälse rauchten und die Wände wackelten. Dies geriet zu einem künstlerischen und kommerziellen Volltreffer, höchste Zeit jetzt also für einen Nachschlag, möchte man meinen, und eben der kündigt sich nun an mit „Black To Blues, Volume 2”. Stilistisch und hinsichtlich des Konzepts schlägt man wieder voll und ganz in dieselbe Kerbe. Wieder sind hier sechs Bluesklassiker vertreten, diesmal im Original aus der Feder von Freddie King („Big Legged Woman”), Robert Johnson („Me And The Devil Blues”), Otis Rush („All Your Love (I Miss Loving”)), Howlin’ Wolf („Down In The Bottom”), Elmore James („Early One Morning“) und Son House („Death Letter Blues”). Neben der Stammbesetzung von Black Stone Cherry mit den Gitarristen und Sängern Chris Robertson und Ben Wells, Bassist Jon Lawhon sowie Schlagzeuger John Fred Young ist hier als zusätzlicher Gastmusiker an der Orgel noch Yates McKendree, der Sohn des bekannten US-Keyboarders Kevin McKendree (u.a. Delbert McClinton, Brian Setzer) zu hören, was den Sound noch voller macht. Schönes Tribute-Album, hätte durchaus auch ein ganzer Longplayer werden können. (Mascot) P.Ro

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