Bottenviken

on Thursday, 19 September 2019. Posted in CD

Lisa Miskovsky

Bottenviken

Lisa ist in Schweden eine große Nummer; sie wurde in ihrem Heimatland bereits 2001 mit ihrem Debütalbum „Lisa Miskovsky“ und der Single „Driving One of Your Cars“ bekannt. Das brachte ihr zwei Rockbjörnen-Awards, einen als besten schwedischen Newcomer und einen als besten schwedische weibliche Künstlerin des Jahres. Einen dicken Hit landete sie 2003 mit dem Album „Fallingwater“, das an die Spitze der schwedischen Charts kletterte. Populär wurde das Albums hauptsächlich wegen der beiden Lieder „Sing to Me“ und „Lady Stardust“. Letzteres wurde auch außerhalb Schwedens bekannt. Auf „Bottenviken“ singt sie nicht – was der Titel vermuten lässt – schwedisch, sondern alle Songs in englischer Sprache. Der folkig-erdige bis folkrockige Sound der frühere Alben ist Vergangenheit, hier liefert sie ein modernes Popalbum ab, das mich ein wenig an Lana Del Rey & Co. erinnert. Sie spielt munter mit Elektrobeats und Soundeffekten, was mir mitunter etwas zu viel wird, die Natürlichkeit und Unmittelbarkeit der Songstrukturen leidet etwas darunter. Die besten Songs sind „I wont be hard to find“ (hervorragendes Duett mit Andreas Moe) und die bärenstarke Ballade „Lost from the Stars“, die durch die zarte, gefühlvolle und verspielte Instrumentierung den geneigten Listener gebannt vor den Speakern festhält. (Despotz Records/Cargo) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal