Cimbric Yarns

on Friday, 30 November 2018. Posted in CD

Suidakra

Cimbric Yarns

Eine etwas andere Art Musik, als die ich sonst höre oder zu besprechen bekomme, erwartet den Rezensenten mit der neuen Suidakra-CD „Cymbric Yarns“. Mir war die Band ja nur dem Namen nach bekannt obwohl sie schon seit 1997 aktiv ist und in der Zeit dreizehn Alben, das neue eingeschlossen, veröffentlicht hat. Für gewöhnlich spielt diese Band Melodic Death Metal mit Folk-Einflüssen. Von dieser Richtung weicht das neue Album nun komplett ab, denn es gibt hier weder heftige Gitarren (o. ä.) noch Gegrunze, sondern ausschließlich Klargesang, akustische Instrumente und Orchester (vermutlich aus dem Computer) zu hören. Die einen nennen das irische Folklore, die anderen Esoterikmucke. Enthalten sind auf dem Silberling zehn Songs, wobei Track 1 ein Intro ist und ein weiterer eine reines Instrumental. Der Rest teilt sich auf in Songs mit rein männlichen bzw. weiblichem Gesang. Songs herauszuheben ist nicht möglich, da sich alle mehr oder weniger gleich anhören (außer beim Gesang logischerweise) und langsam im gleichen Tempo vor sich hin trotten. Ist halt ein Konzeptalbum, welches man im Ganzen hören sollte. Für mich ist das Gebote nix - da schlichtweg total langweilig und öde. Wenn Folk-Metal, dann eher sowas wie Skyclad oder Eluveitie. Man sollte sich das Album besser nicht im Auto anhören, sonst pennt man eventuell ein. Die Chose ist kompetent gespielt und auch toll produziert, aber eher als Hintergrundmusik für ein Fantasy-Rollenspiel oder als Soundtrack für einen Mittelalterfilm, wahlweise z.B. „Herr der Ringe“ oder für die Serie „Outlander“ zu gebrauchen, falls die wer kennt. Ich würde es mir kein zweites Mal freiwillig anhören, geschweige denn kaufen. Wie bewertet man nun das Ganze? Schwierig. Ich gebe mal drei Sterne her, zu denen Hardcore-Fans der Band (oder von Faun, Clannad, andere reine Folk-Bands) einen oder zwei Punkte dazu addieren können, wenn sie mit der 180 Grad Wendung der Band zu früheren Musik klarkommen. Ein, zwei Momente lassen minimal aufhorchen („Assault on Urlac“ z.B.) und bewahren das Album vor einem Stern. (afm Records) HJH

***

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal