Epitaph

on Friday, 20 November 2020. Posted in CD

Pyramaze

Epitaph

Das inzwischen sechste Album der dänischen Metal Band Pyramaze mit dem Titel „Epitaph“ (das dritte in der gleichen Besetzung) bietet klasse produzierten (kein Wunder beim Starproduzenten Jakob Hansen, der hier auch eine der beiden Gitarren bedient) Progressiv-Metal, gemischt mit etwas Power Metal in der Schnittmenge von Bands wie Kamelot, Dream Theater, Nevermore und Pretty Maids. Wer hier also seine musikalische Heimat sieht, wird mit dieser Scheibe glücklich werden. Wer auf klasse Metal steht, natürlich auch. Die Gitarrensoli sind Hammer, der Gesang überzeugt in allen Facetten, sei es mal eher ruhig, oder auch im Power-Metalbereich, wie beim an die Pretty Maids erinnernden „Bird of Prey“ und auch die Keyboards sind in die Songs hervorragend verzahnt, mal als Streicher bei „Final Hour“ oder als klassisches Piano bei „Your last call“. Aufhorchen lässt die Gaststimme von Brittney Slayes (UNLEASH THE ARCHERS) in „Transcendence“ und der absolute Höhepunkt des Albums ist der zwölfminütige Abschlusssong „The Time Traveller“, wo die Band alle vorher genannten musikalischen Zutaten in einen Topf wirft und, mal hart, mal zart (im Mittelteil mit Streichern und Piano gar an Avantasia erinnernd), ein kleines Meisterwerk abliefert. Die Gesangseinlagen der beiden ehemaligen Sänger der Band, Lance King und Matt Barlow (Iced Earth), sind hier dann nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Sehr starke Scheibe der Band, die mir fünf Sterne wert ist. Sollte man im Schrank stehen haben! (AFM) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal