Finding Gabriel

on Saturday, 11 May 2019. Posted in CD

Brad Mehldau

Finding Gabriel

Ist selten geworden, Musik aus dem Genre „Christliche Rockmusik“. Die ja nun wirklich nicht langweilig sein muss. „‘Finding Gabriel‘ entstand, nach genauem, mehrjährigem Lesen der Bibel“, erklärt Keyboarder Mehldau. Seine Stücke entstanden zuerst aus dem Spiel mit seinem neuen Synthesizer, dem Oberheim OB-6. Später wurde die menschliche Stimme zu einem tragenden Element; nicht mit gesungenen Texten, sondern als bloßes Ausdrucksmittel von Gefühlen und Stimmungen. Zuletzt kamen Streicher und Blasinstrumente dazu. Brad fomuliert seinen inneren Suchprozess so: „Die prophetischen Schriften der Bücher Daniel und Hosea hallten neben der Weisheitsliteratur von Hiob und Ekklesiastes, sowie den frommen Zeilen der Psalmen besonders nach. Die Bibel las sich wie eine Schlussfolgerung und bisweilen wie die Anleitung zur Gegenwart: Ein langer Albtraum. Oder wie ein Wegweiser, der zur möglichen Gnosis führt - je nachdem, wie man sie liest. Der Erzengel Gabriel erschien David und sagte ihm: ‚ Als du zu beten begannst, gab Gott mir eine Antwort für dich; denn er liebt dich. Ich bin hier, um sie dir mitzuteilen. Gib gut Acht auf das, was ich dir zu sagen habe, damit du die Vision verstehst!‘. Der Trick, so schien es, war Gabriels Worten trotz des lauten Aufruhrs zu lauschen. Eine Erklärung für das Chaos musste gefunden werden.“ Dann hoffen wir mal, dass Brad über seine Musik mit Erzengel Gabriel in Kontakt kam, und ihm das Chaos dieser Welt erklärt wurde. Wir können über „Finding Gabriel“ mit seiner Musik in Kontakt kommen, was durchaus inspirierend sein kann. Die Stücke fließen und wecken Assoziationen zur Klassik – eben mit einem Rockinstrumentarium. Stimmungsvolle Soundexkursionen für Freunde von Rick Wakeman & Co. (Warner) HuGe

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal