Hate for sale

on Tuesday, 16 June 2020. Posted in CD

The Pretenders

Hate for sale

Mehr als 40 Jahre sind seit der Gründung der Pretenders vergangen. Aber trotz mehrerer Auszeiten gestalten die englisch-amerikanischen Rockikonen um Chrissie Hyne die Musikwelt auch 2020 weiter mit. Mit dem von Fans und Kritikern hoch gelobten 2016er Vorgänger "Alone" feierten die Pretenders acht Jahre nach dem Album "Break Up The Concrete" ihre Wiederkehr im Rockbiz. Es war ihr zehntes Studioalbum und jetzt folgt im Juli der Longplayer #11. Es ist das allererste Album, das die Formation in ihrem mittlerweile seit vielen Jahren bewährten Tour-Line-Up eingespielt hat. Alle zehn Songs stammen erstmals aus der gemeinsamen Feder von Chrissie Hynde und dem Gitarristen James Walbourne. Dazu Chrissie Hynde: "Ich wollte schon von Anfang an mit ihm schreiben, doch unsere Terminkalender haben es einfach nicht zugelassen. James ist super gefragt und hat mit Jerry Lee Lewis, Dave Gahan und The Rails aufgenommen, um nur ein paar zu nennen. Wir hatten ursprünglich geplant, auf Tour zu schreiben. Doch wie jeder, der in einer Band spielt bestätigen kann, ist das fast unmöglich. Auf Tour zu sein, ist das Paradies für jeden Prokrastinierer." Außerdem ist Gründungsmitglied Martin Chambers (Schlagzeug) wieder dabei, dazu kommen noch Carwyn Ellis (Keyboard) und Nick Wilkinson (Bass). Zehn Songs haben The Pretenders dafür aufgenommen. Bei der Produktion von »Hate For Sale« unterstütze Stephen Street die Band, der schon für Künstler wie The Smiths, The Cranberries und Blur hinter den Reglern saß. Und die neuen Stücke, beispielsweise „Buzz“ oder „Didn’t want to be this lonely“, zeigen eindrucksvoll, welches Talent und welche Energie nach wie vor in The Pretenders stecken. Man nehme nur den Titeltrack – dazu Chrissie Hynde: "Nun, wir alle lieben Punk. Man könnte wohl sagen, dass man den Titelsong von "Hate For Sale“ als unseren Tribut an die Punkband bezeichnen könnte, die ich als die musikalischste in ihrem Genre betrachte – The Damned." Und da hat sie durchaus recht, dieses Album klingt richtig rotzig, straight & rough und erinnert stark an die frühen Pretenders-Produktionen. (BMG RIGHTS MANAGEMENT) P.Ro

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