Heading for the storm

on Friday, 04 January 2019. Posted in CD

Healer

Heading for the storm

Die Münsteraner Band HEALER vereint diverse Elemente, die bereits große Rockbands der 70er und 80er ausgezeichnet haben: stampfende Riffs, stadiontaugliche Hymnen, flirrende Synthies und ausufernde Vocals - so steht es in der Bandinfo. Erst 2015 gegründet, und nachdem sie ein 4 Track Demo veröffentlicht haben, ließen sich die Musiker für den ersten Longplayer doch Zeit, um Ende 2018 jetztmit diesem Debut-Album aufzuwarten. Die Bandmitglieder greifen da auf ihre Erfahrungen aus Bands unterschiedlicher Genres (Long Distance Calling, Zodiac, Misery Speaks, Orden Ogan) zurück. Der Opener "Desert Star" geht wie auch der Titeltrack "Heading for the storm" in Richtung melodiösen Bombast-Rock mit hymnischen Gesängen - textlich bewegen wir uns hier nicht im höchstanspruchsvollen Bereich, aber was solls. "What lovers do", "Strangers of the night" und so ziemlich der Rest des Songmaterials ist ziemlich ausgereift. Aber mir fehlen hier zwei entscheidende Faktoren, was ein wirklich gutes Album ausmachen: der Gesang ist zwar gut, aber die Stimme nimmt mich nicht mit, und die Gitarrenarbeit ist mir persönlich zu unauffällig. Die Keys klingen zum Teil ziemlich altbacken, was extrem bei "Same old Road" auffällt. Healer klingen im Großen und Ganzen gut, die Songs haben alle gute Ansätze, aber der letzte Funke fehlt mir hier. Dieser Art von Sound wurde tatsächlich in den 70ern und 80ern technisch und handwerklich schon weitaus besser produziert und ist nicht umsonst in der Versenkung verschwunden. "Heading for the storm" wurde mit angezogener Handbremse produziert, was für den Gesamtsound der Produktion auch nicht wirklich hilfreich war. (Timezone Records) Fud

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