Hiding from your world

on Friday, 20 November 2020. Posted in CD

Communic

Hiding from your world

Die norwegische Band Communic veröffentlicht gut drei Jahre nach ihrem letzten Album mit „Hiding from your World“ ihre sechste Studio-CD. Geboten wird wie gehabt eine vortreffliche Mischung aus Prog Metal vermischt mit etwas Thrash, Blastbeats, Melancholie, Epic und Doom. Wer eine Referenzproduktion in Sachen Sound und vor allem bei den Drums hören will, sollte hier unbedingt reinhören. Generell passiert in den Songs so viel an unterschiedlicher Musik, dass man vermutlich mehr als einen Durchlauf benötigt, um das alles erfassen zu können. Der Einstiegssong 'Scavengers Await' ist noch die eingängigste und auch härteste Nummer auf dem Album. Ist schon fast Thrash ohne Refrain und wie alle anderen Songs (bis auf das kurze Intro zu „Forgotten“) ellenlang. Unter sieben Minuten geht hier nix, der längste Track geht bei zehn Minuten durchs Ziel. Aber hier gibt es dann das volle Programm mit den oben erwähnten Einflüssen und das alles in einem Song. Keiner fällt qualitativ ab und wer auf eine Mischung aus Nevermore (der Stimme von Sänger Oddleif Stensland geschuldet, der wie der Bruder von Warrel Dane klingt), Doom á la Trouble (bei den ruhigeren Passagen hört er sich an wie Eric Wagner) oder auch Symphony X steht, macht hier alles richtig. Meine persönlichen Highlights sind die Halb-Ballade „My Temple of Pride“ und der Abschlusssong „Forgotten“, der eben diese Laut/Leisepassagen in einem Song perfektioniert. Grandiose Gitarrensoli gibt es als Sahnehäubchen auf dem ganzen Album obendrauf. Inwieweit das Album nun besser oder schlecht als die Vorgänger ist, kann ich nicht sagen, da es zu lange her ist, dass ich die gehört habe (stehen alle im Schrank daheim), aber ich denke man kann hier guten Gewissens sechs Punkte vertreten, wenn man sich auf das Album einlässt. Bei YouTube kann wie so oft ein paar Songs anchecken.  (AFM) HJH

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