Life

on Wednesday, 03 July 2019. Posted in CD

Hardline

Life

Die nunmehr sechste CD der amerikanische Band Hardline (eigentlich müsste man ja eher schreiben Sänger Johnny Gioeli plus Frontiers-Mietmusiker) „Life“ rotiert nun endlich auch in meinem CD Player und offenbart eigentlich keine wesentlichen Neuerungen im Bandsound. Warum sollte man auch das recht erfolgreiche Konzept ändern. Die Scheibe ist sehr gut produziert, Top gesungen (bei diesem Sänger ja auch erwartbar) und auch die Musiker haben es technisch drauf. Geboten wird relativ schnörkelloser Hardrock, gemischt mit einigen Halbballaden (bzw. einer richtigen) sowie eines Queen-Covers von „Who wants to live forever“. Ist mutig, diesen Song zu covern, aber auch wenn die Version echt nicht schlecht ist (toll gesungen, nur ohne Gefühl von der Band musikalisch interpretiert), so ist sie der Skipsong für mich. Auch die „richtige“ Ballade „My Friend“ haut mich nicht so recht vom Hocker. Der Refrain ist mir hier nicht schlüssig genug. Der Rest dieses Album tönt mal nach Axel Rudi Pell („Hold on to Right“), mal nach Voodoo Circle usw. („Handful of Sand“ mit dem fetten Hammondorgelteil) und auch etwas neuere Whitesnake sind zu vernehmen. Der Einstieg mit „Place to call Home“ macht jedenfalls Lust auf mehr und hält fast durchgehend das Niveau. Fazit: Gutes melodisches Hardrockalbum, welches allerdings nicht an das grandiose Debüt von 1992 heranreicht. Ein Neal Schon ist da halt doch noch mal eine andere Hausnummer. Ich vergebe mal eine volle Hand Punkte und spreche eine Kaufempfehlung aus. (Frontiers) HJH

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