Morbid Tales of Terror

on Friday, 27 November 2020. Posted in CD

GumoManiacs

Morbid Tales of Terror

Die bayerischen Thrash-Metallisten sind schon seit über zwölf Jahren unterwegs, aber so schwer wie diesmal war bislang keine Albumproduktion für das Trio um Daniel „Gumo“ Reiss (Gesang, Gitarre) und die Brüder Robert ‚Hubs‘ (Bass und Produzent) sowie Michael ‚Air‘ Hofmann (Drums). Mit „Morbid Tales of Terror“ legen sie das sechste Album vor, das durch die Corona-Pandemie fast nicht verwirklicht werden konnte. Doch durch die Unterstützung ihrer Hardcore-Fans gelang es schließlich doch, die Finanzierung auf die Reihe zu bekommen.
Auch ansonsten ist die Band seiner Indie-Philosophie treu geblieben und verzichtet weiterhin auf Label-Support und vertraut auf die Beziehung zu ihrer wachsenden weltweiten Community. Seit 22. November liegt der Longplayer mit elf neuen Stücken vor und überzeugt absolut. Der Opener „Bloodportals“ setzt die Richtung für den Rest des Albums – „fast, thrashy, melodic, and heavy as all hell“, so das Bandinfo. Musikalisch ist das ein toller Cocktail aus 80ies Thrash Metal, Classic Speed Metal and NWOBHM mit Anklängen an Judas Priest, die Band ist also ihrem Stil treu geblieben. Das Album vereint alles, was sich ein wahrer Metalhead wünscht: Tonnenweise heftige Riffs, eine kratzige Reibeisenstimme, mitreißende Gitarrensolos im Stil von Dave Mustaine oder Michael Schenker, donnernde Drums, pumpender Bass, fesselnde Dark Fantasy Texte, eine unheimliche Atmosphäre und obendrein ein Artwork des legendären Zeichners Andreas Marschall (Kreator, Sodom, Blind Guardian…). Wer noch Anspieltipps braucht – „Of Warlords and Vengeance“ ist ein richtiger Highspeed-Track, während „Legion of Death“ leicht Metallica-lastig tönt, dagegeb „Last Man Standing“ von Motörhead inspiriert klingt. Interessant ist auch das Instrumental „The Architect“. Eingespielt und gemixt wurde das alles in den Slash-Zero-Studios in Abensberg unter der Leitung von „Hubs“. Erhältlich ist das Album als CD oder Download exklusiv über den ‚Gumo Shop‘ der Band oder über Bandcamp. Und später, wenn wieder Konzerte möglich sind, garantiert auch bei den Konzerten. (DGR Records) no.men

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