Morning in America

on Tuesday, 22 October 2019. Posted in CD

Mudhoney

Morning in America

Seit nunmehr 32 Jahren halten Mudhoney die Flagge des Grunge hoch, doch inzwischen ist es in diesem Genre sehr einsam geworden. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es nie diesen homogenen Musikstil gab, sondern die vitale Musikszene von Seattle in wenigen Jahren Kultbands wie Pearl Jam, Alice in Chains, Soundgarden und natürlich Nirvana aus dem Underground ins Rampenlicht spülte und dafür eine Klammer gesucht wurde. Von Anfang an waren Mudhoney um Mark Arm ein Teil der Szene. Man kannte sich, spielte zum Teil auch in gemeinsamen Bands und das Fanzine Subterranean Pop, aus dem das bis heute bestehende Label Sub Pop hervorging, schaffte Identität. Mudhoney lassen sich im Spannungsfeld zwischen Punkrock, Lo-Fi und Heavy Metal verorten, wobei das Pendel mal mehr in die eine oder andere Richtung ausschlägt. In den ersten 8 Jahren waren sie von allen Seattle-Bands diejenigen, die am ehesten wie Nirvana klangen. Die nun erschienene EP „Morning in Amerika“ ist geprägt von mehr Wut und wendet sich stilistisch Vorbildern wie MC5 und The Stooges zu. Auch sind alle sieben Songs mehr als solide, und doch wirkt das Quartett nicht mehr so relevant und aktuell wie damals. (Sub Pop) mai

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