Paradise

on Monday, 23 November 2020. Posted in CD

Red City Radio

Paradise

Bislang war mir Red City Radio  nur vom Namen her bekannt , hatte mich aber bis dato nicht wirklich mit dieser Band beschäftigt. Um etwas vorbereitet zu sein, hab ich mir mal die Vorgänger-Alben reingezogen, um das Ganze auch besser beurteilen zu können. Aber nun zum aktuellen Album der US-Kombo mit dem Titel „Paradise“:
Der erste Song „Where does the time go“ sollte, vermute ich, nur eine Art Intro sein, wobei man hier schon auf den wuchtigen Sound des Albums heran getragen wird. „Baby of the year“ ist eine sehr coole Catchy Nummer, wobei mich diese sehr stark an Songs der US-Band „LIT“ erinnert.  Bei „Did you know“ kommt man in den Genuss von Dale`s gewaltiger reibeisen Stimme die sich bei der eher rockig-poppigen Nummer stark hervorhebt. Ein sehr gelungener Track. „Love Liar“, „Gutterland“ und der Titeltrack „Paradise“ sind für mich die einzigen drei von zwölf Songs, die ich aufgrund des Up-tempos ins Punkrock-Genre packen würde und die auch zu meinen Favoriten gehören. Mit der Unplugged-Nummer „Fremont Casiono“ schlagen die Herren eher ruhigere Klänge an, jedoch definitiv ein Anspieltipp. Außer bei zwei Ausreißern, gilt  für den Rest ein maximaler 3-Minuten-Hörspaß.  Alles in allem viele Mid-Tempo-Songs, weniger Punkrock, eher sehr gut produzierte Rock-Songs mit  poppigen Einflüssen. Dale Garret`s  Stimme, welche ich sehr geil finde und teilweise stark an Arnim von den Beatsteaks erinnert, geht ab und an aufgrund der  vielen Chöre und Backings etwas unter…bzw. wurde auch von der Produktion zu glatt gebügelt. Kurzweiliges Album, allerdings wenig Überraschungsmomente und für meinen Geschmack zu wenige Songs mit einprägenden Hooks bzw. Ohrwurm-Charakter. Cooler mehrstimmiger Gesang den sie auch Live gut rüber bringen…Geile Band, gutes Songwriting, definitiv geiler Sound und Produktion, dass sie Ihrem Produzenten Mike Kennerty(All American Rejects) mit unter verdanken können. Was aber evtl. auch die vielen rockig/poppigeren Züge zu den Vorgänger-Alben erklären würde. Für das Cover zum Album hätte man sich etwas mehr Mühe geben können. Finde ich nicht wirklich aussagekräftig bzw. nicht unbedingt ein Hingucker.
Bei zehn möglichen Sternen, würde ich dieses Album mit siebeneinhalb bewerten. Da’s hier nur sieben maximal gibt, werte ich hier mit fünf! Einfach dadurch, dass die Vorgänger-Alben etwas mehr vorwärts gingen, aber nichtsdestotrotz eine Kaufempfehlung meinerseits für alle Fans von melodiösen Mid-Tempo-Punkrock mit rockigem Touch. Habe diese Band auch zukünftig auf dem Schirm und bin gespannt auf mehr. (Pure Noise Records) Tom Preissl/GREEN FROG FEET

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