Railer

on Friday, 18 October 2019. Posted in CD

Lagwagon

Railer

Hier wieder eine “Insider”-Besprechung, diesmal von Tom Preissl, seit 20 Jahren Sänger bei den Punkrockern „Green Frog Feet“. Klar, dass wir ihm eine Scheibe aus diesem Genre zur Besprechung vorgelegt hatten, nichtsahnend, dass Lagwagon sogar zu seinen Lieblingsbands zählt: Hier also seine Review:
Hier schreibe ich nun mein erstes Review ever, und das noch von einer meiner Lieblingsbands. Es ist daher etwas schwierig für mich das Ganze objektiv zu betrachten. Ich versuche dennoch das Album so neutral und kritisch wie möglich zu bewerten und nicht gleich alles mördergeil zu finden.
Seit 1990 gibt es die Band aus Santa Barbara nun und mit dem neuen Album Railer steht nun die elfte Platte in den Regalen. Ein guter Schnitt würde ich sagen. Was mir an der Band gefällt ist die Geradlinigkeit. Praktisch ein Faden der sich durch alle Alben zieht. Damit meine ich nicht dass alle Alben gleich klingen, aber sie blieben ihrem Style des Songwritings treu und versuchen nicht das Rad neu zu erfinden. Viele Kritiker bemängeln das ja meist ein der Punkrock-Schiene. Sprich alles schon mal da gewesen, nichts neues, blablabla - für meinen Teil finde ich gerade das cool. Eben nicht immer alles neu zu erfinden, sondern sich seinen Style zu erhalten. Gut bleibt eben gut und dazu muss man keinen neuen Akkorde aus dem Hut zaubern. Nach dem Durchhören, sind mir folgende Songs gleich im Gehör geblieben: Steailing light, Jini, Parable, The Suffering, Bubble, Fan Fiction sind sehr eingängig und  gehen einfach cool ab. Die restlichen Songs sind gut hörbar, sind aber für mich eher gute Albumfüller. Aber wer hat schon ausschließlich Hits auf einer Scheibe? Dennoch versprühen alles Songs eine geile Dynamik und meist die gewohnten BPM und Melancholie wie sie bei Lagwagon fast immer vorkommen.
Insgesamt ist es, wie von Fat Wreck Produkten gewohnt, eine sehr dicke Produktion. Auch ist das Album sehr kurzweilig. Die Songs leben von den  typischen komplexen Akkordwechsel gepaart mit sehr gelungenen Vocal-Lines und Hooks, sowie diversen feinen Basslines. Die Lyrics zu den Songs finde ich sehr gelungen und alle Punkrock bzw.  Lagwagon Fans, werden definitiv Ihr Freude mit diesem Album haben. (Fat Wreck Cords)Tom Preissl

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