Reader oft he Runes – Divination

on Friday, 09 August 2019. Posted in CD

Elvenking

Reader oft he Runes – Divination

Zwei Jahre nach dem letzten Album „Secret of the Magic“ kommt mit „Reader of the Runes – Divination“ das neue Konzeptalbum (bzw. das zehnte Opus insgesamt) der italienischen Folk-Symphonic-Metal-Band Elvenking auf den Markt. Es markiert den Beginn einer neuen Reise in alte Zeiten, wo Druiden und Runen noch gang und gäbe waren. Hat aber nichts mit dem Horrorfilm „Wishmaster“ zu tun ;-). Ich muss gestehen, ich hatte bis dato keine großen Berührungspunkte mit dieser Band. Hab sie vor gut neun Jahren einmal live im Pfarrheim in BUL im Vorprogramm von Primal Fear und Kissin‘ Dynamite gesehen, und als ganz gut in Erinnerung, mir aber nie ein Album gekauft. Ging somit ganz unbeleckt an den Longplayer heran. Geboten wird auf zehn Songs (es gibt ein Intro und eine Art Zwischenspiel/Überleitung) schneller symphonischer Powermetal mit leichten Folkeinflüssen mittels Violine und Flöten( bzw. Keyboards, die wie Flöten klingen) in der Schnittmenge von Bands wie Helloween oder Gamma Ray meets Rhapsody (in allen Konstellation). Der Sänger (ein wirklicher Könner) ist zum Glück in etwas tieferen Regionen unterwegs und auch wenn die Doublebass Drums bollern, ist die Musik doch eine ganze Ecke besser als Rhapsody. Die Rhythmusfraktion und auch die beiden Gitarristen haben technisch einiges auf der Pfanne und glänzen immer wieder mit feinen Gitarrensoli, gerne auch mal als „twin lead guitars“, die auch im Kontext des Songs Sinn machen und nicht einfach so dahin fiedeln. Sehr beeindruckend ist der Topsound, da das Album von niemand geringerem als Dan Swanö gemischt wurde. Damit die ganze Chose nicht langweilig wird, oft eine „Gefahr“ bei Bands dieses Genres, gibt es neben den Violinen auch immer wieder Akustikgitarren-Intros oder Zwischenspiele in den Songs mit Frauengesang, dazu auch poppigere Refrains. Songs hervorzuheben macht bei einem Konzeptalbum meistens weniger Sinn, aber das getragenere (Balladen gibt es keine auf dem Album) Duett „Eternal Eleanor“, das fast schon Speedmetal mäßige „Malefica Doctrine“ und natürlich der über zehnminütige Titelsong, der alle Stile und Einflüsse nochmals in einem Song kumuliert, stechen doch heraus. Mir gefällt die Scheibe außerordentlich gut, weshalb ich mal sechs Punkte vergebe und auf die weiteren Teile der Geschichte gespannt bin. Bei Youtube hat das langjährige Plattenlabel der Band (die Kooperation läuft schon über 20 Jahre) bis dato drei Songs veröffentlicht. So kann sich der interessierte Leser meiner kleinen Kritik einen ersten Höreindruck verschaffen. (AFM) HJH

******

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal