Step into the light

on Friday, 30 November 2018. Posted in CD

Snakes in Paradise

Step into the light

Wer den Namen Frontiers Records liest, weiß meistens schon, was ihn erwartet.  Sogenannte Supergroups mit mehr oder weniger bekannten Musikern oder melodischer Hard Rock und ab und zu Metal. Hier haben wir den zweiten Fall: Das Comeback Album “Step into the Light” (das vierte seit 1994) nach gut 16 Jahren Pause der schwedischen Hard Rocker Snakes in Paradise. Wer sich im Musikbiz etwas auskennt, dem sagt zumindest der Sänger Stefan Berggren etwas, der Anfang der 90er in der Band Company of Snakes sang, die es immerhin auf ein Studioalbum brachten und von den ehemaligen Whitesnake-Musikern Moody, Marsden und Murray gegründet wurde. Insofern kann man sich in etwa vorstellen, in welche Richtung die Musik geht, die hier dargeboten wird: 70er Hard Rock mit netten Keyboards, gemischt mit Whitesnake-Sound Ende der 80er und natürlich viel schwedischer Hard Rock a la Europe, Treat oder Skagarack. Der Sänger hat nix verlernt und überzeugt mit seiner tollen Stimme, die sich wie eine Kreuzung von David Coverdale (als er noch singen konnte) und Joey Tempest anhört, also Rock, Soul usw. perfekt vereint. Die CD wurde auch von ihm fast durchgehend selbst gut produziert. Warum fast? Nun die letzten vier Songs fallen, zumindest bei meinen mp3-Files, soundtechnisch ab, so als ob sie früher oder in einem anderen Studio aufgenommen wurden. Vielleicht hören sie sich auf CD besser an. Einzelne Songs herauszuheben ist etwas schwierig, da alle auf dem gleichen Niveau angesiedelt sind. Mir persönlich gefallen die Halbballade (wenn man es so bezeichnen will) „Angelin” (erinnert mich an einen etwas härteren Richard Marx-Song), “Will you remember me” und das in Richtung aktuellen Europe-Sound gehende “If I ever see the Sun”, wo noch Black Sabbath zu Tony Martin-Gesangszeiten dazu addiert werden können. Etwas aus dem Rahmen fällt noch der zweite Frauennamensong “Liza”, der arg poppig geraten ist. Die Gitarrensoli sind meist recht kurz ausgefallen, passen aber so viel besser zu den melodiösen Hard Rock Songs. Mir gefällt die Scheibe sehr gut und ich kann sie guten Gewissens weiterempfehlen. Wie sie im Vergleich zu den anderen drei Alben davor qualitativ ist kann ich allerdings nicht beurteilen, da ich die nie gehört habe. Ich vergebe mal 5 Punkte. (afm records) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal