The Ghost Xperiment – Illumination

on Wednesday, 30 December 2020. Posted in CD

Vanden Plas

The Ghost Xperiment – Illumination

Das zehnte Studioalbum der Pfälzer Metal Band Vanden Plas „The Ghost Xperiment – Illumination“ bietet wieder allerfeinste Progressive Metalmusik, die allen Fans von Dream Theater u.a. munden dürfte. Aber auch alle anderen Liebhaber härterer Klänge dürften hier fündig werden. Inwieweit man den ersten Teil „The Ghost Xperiment – Awakening“ kennen sollte, kann ich mangels Hörens bis jetzt nicht beurteilen und ist vermutlich nur für Leute von Belang, die die Texte aktiv verfolgen. Was die Musik an sich betrifft, so findet man hier brillant produzierten, gesungenen und gespielten Progressive Metal, wie es ihn heuer so noch nicht gab. Alles ist vorhanden, was man an der Musikrichtung schätzt: flinke, gerne auch schön lange Gitarrensoli, flächige Keyboards, ab und an auch im Wettstreit mit den Gitarren, Streicher, harte Passagen, balladeske Einflüsse und laaange Songs zwischen sieben und dreizehn Minuten mit einer Ausnahme. Das Magnum Opus der CD „The Ouroboros“ mit über 13 Minuten täuscht erst eine Ballade an mit den anfänglich ruhigen dreieinhalb Minuten, nur um dann in ein sich steigerndes Metalmeisterwerk umzuschwenken. Ganz großes Kino. Die Pianoballade/Streicherballade gibt es dann erst zum Abschluss des regulären Albums mit „Ghost Engineers“. Als Bonus Track findet man dann noch eine Vanden Plassierte Coverversion von „Krieg kennt keine Sieger“ der Mittelalterrockband Saltatio Mortis, gesungen in Deutsch und Englisch mit Guestvocals von deren Sänger Alea. Warum der Song mit drauf ist keine Ahnung, aber erhört sich gut an, auch wenn ich das Original nicht kenne. Fazit: Beste Scheibe dieses Genres in 2020, die arrivierten bzw. „größeren“ Bands müssen sich warm anziehen, und verdiente sechseinhalb Punkte von meiner Seite. (Frontiers) HJH

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