Village Green Society

on Wednesday, 14 October 2020. Posted in CD

Village Green Society

Village Green Society

Nachdem die Saat vor zwei Jahren ausgestreut wurde, präsentiert das nach einem Kinks-Song benannte Duo Village Green Society nun stolz die Ernte in Form einer gelungen groß gezogenen EP. Aufgenommen im Neverendung Music Studio von Basti Herrmann nehmen uns Toby Emma (voc, git, bass) und Daniel Noyman (voc, git, bass) auf eine akustische Reise durch die Rock-Utopie ihrer grünen Dorfgemeinschaft: Los geht’s mit «Red To Green», einem düster schiebendem Stonerrocker, der am Ende der EP noch einmal in einer verzerrten Rock-Version zu hören ist. Song #2 heiß klassischerweise wie die Band und klingt ein wenig nach den Kinks in modernem Indie-Gewand. Song #3, das fast punkige «Scary Queen», zeigt, dass man auch akustisch schweißtreibend sein kann und so manch einer voll abgenommenen Punk-Band den Schneid abzukaufen weiß. Bleibt noch der «Christmassy Song», der schon ein wenig weihnachtlichen Charme versprüht, freilich nur, wenn dieser leicht morbide und leicht Nick Drake-artig sein darf. Ein mutiges Debut zweier echter Musik-Nerds, wobei ich nicht auslassen darf, die allzeit gelungene Radio-Sendung «The Local Scene» auf Ghost Town Radio noch einmal wärmstens jedem ans Herz zu legen, der interessiert ist an der lokalen Musikszene jetzt und früher. Wem die aktuellen Hightlights genügen: hier ist eines davon! Unbedingt reinhören! (Eigenvertrieb) H1

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