We are the here and now

on Tuesday, 07 January 2020. Posted in CD

Hodja

We are the here and now

Hodja ist New York mit einem Hauch Kopenhagen und einer Prise Rostock. Eine aufregende Mixtur tiefschwarzer amerikanischer Musik mit europäischem Esprit. Ihr Voodoo-Garage-Blues verschmilzt mit Punkrock, Gospel, Soul und Hiphop-Einflüssen - so steht es in der Info zum mittlerweile vierten Studio-Album des Trios. Ich musste mir "We are the here and now" mehmals anhören, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Die ersten Töne des Tracks "Gods of War" verursacht mir schon Schmerzen - ein Mix aus Rage against und HipHop - hier schreit sich der Mann die Seele aus dem Leib, aber nicht auf die gute Weise, die musikalische Ausführung ist einfach nur Lärm - meine Antwort: yes we´re fucking up the planet, aber wer gottverdammt verkauft sowals als Musik? Der zweite Track "We are the here and now" wird ruhiger, ein minimalistischer Song, umrahmt von lieblich depressivem Gesang. "Strike up the band" wird schon besser, hat zumindest ein bisschen drive. Versteht mich nicht falsch - Hodja sind eine talentierte sehr edgy rüberkommende Formation, die absolut eine Message haben. "Der Schamane des Rock ist zurück" auch das steht in der Info - ja spinnst Du, mir ist nicht bekannt das Schamanen so schlecht drauf sind. Ich kann und will mir hier nicht wirklich ein Urteil erlauben, daher kann ich nur vermitteln was Hodja für Gefühle in mir auslösen: Flucht, Depression und Trauer - ich höre Musik aus einem anderen Grund. Aber was will man schon von einer Drei-Mann-Formation ohne Bass (ja wirklich, ohne Bass!) erwarten. Ich finde die Scheibe persönlich furchtbar, nicht weil sie wirklich schlecht ist sondern weil sie durchwegs schlechte Gefühle in mir auslöst. Bildet euch selber ein Urteil, interessant ist es auf jeden Fall. (Noisolution) FuD

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal