Youth of Dissent

on Friday, 26 June 2020. Posted in CD

1000MODS

Youth of Dissent

1000MODS sind eine griechische Underground-Band mit starken Psychedelic- und Stoner Rock-Einflüssen. Die Band spielt seit gut 15 Jahren zusammen und legt nach dem 2016er Album „Repeated Exposure To“ jetzt mit „Youth of Dissent“ einen neuen Longplayer vor, der in Seattle in den Staaten eingespielt und von Matt Bayles (Pearl Jam, Soundgarden) produziert wurde . Und dieser Ort passt gut zum Sound der Band, denn der Gesangsstil des Sängers erinnert doch öfter an Kurt Cobain. Ansonsten haben vermutlich Colour Haze und Kyuss einen großen Einfluss, aber auch Black Sabbath oder MC5. Dies wird am basslastigen Fuzz-Sound deutlich, weitere stilistische Ähnlichkeiten sind die in diversen Liedern vorkommende langsame, psychedelische Songstrukturen. Für eingefleischte Fuzz-Fanatiker ist dieses Album sicher ein Genuss. Anspieltipps gefällig?  So rockt der Opener „Lucid“ gleich kräftig los, die Nummer trumpft mit ihrer lärmend-eingängigen Grundattitüde ordentlich auf und besticht insbesondere dank der für Genreverhältnisse virtuosen Gitarrenarbeit auf Anhieb. „So Many Days“ und „Warped“ sind dahingegen grundsätzlich recht typische 1000MODS-Songs, die mit ihrem rotzigen Groove und dem verzerrten, effektbeladenen Sound direkt ins Ohr gehen. Bei „Dear Herculin“ kommt der psychedelische Touch stark nach vorn, welcher sich zuvor eher subtil angedeutet hat. Die Griechen schaffen auf ihrem vierten Album das Kunststück in die 90er zurückzureisen, ihre Kindheitshelden zu treffen und dennoch ihr reifstes Werk bislang vorzulegen. Für Fans von Stoner Rock & Co. ist „Youth Of Dissent“ mit elf Tracks und fast einer Stunde Laufzeigt definitiv ein Must-have. (Ouga Booga and the Mighty Oug) P.Ro

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal