211 Cops under fire

on Saturday, 20 October 2018. Posted in Video

Regie: York Alec Shackleton

211 Cops under fire

Dieser Action-Thriller basiert auf realen Begebenheiten: Es geht um einen Banküberfall am 28. Februar 1997 auf eine  Filiale der Bank of America in North Hollywood durch den Amerikaner Larry Phillips und den gebürtigen Rumänen Emil Matasareanu. Ausgerüstet waren sie mit mehreren vollautomatischen Gewehren, die sie modifiziert und auf panzerbrechende Munition umgerüstet hatten. Zusätzlich zu ihrer Maskierung trugen sie außerdem Körperpanzer aus eigener Herstellung, die mit schweren Metallplatten versehen waren. Für den Raub war ein Zeitfenster von acht Minuten eingeplant, bis die Polizei eintreffen würde. Zu ihrem Pech wurden sie jedoch bereits beim Betreten der Bank von einer vorbeifahrenden Polizeistreife beobachtet, die einen möglichen bewaffneten Raub meldeten. Als Phillips und Matasareanu innerhalb der Bank gut 100 Schuss abfeuerten, um die Bankmitarbeiter und Kunden einzuschüchtern, wurde dies von den Beamten vor dem Gebäude gehört, die nun endgültig Verstärkung anforderten. Binnen kürzester Zeit wurde das Areal von dutzenden Polizeibeamten umstellt und die Bankräuber saßen in der Falle. Was folgte, sollte als „The North Hollywood Shootout“ in die Geschichte eingehen. Phillips und Matasareanu beschlossen, sich einen Fluchtweg zu erkämpfen und verließen die Bank getrennt durch den Nord- und Südeingang. Sofort bei Sichtkontakt eröffneten sie das Feuer auf die Polizisten und das kurze Zeit später eintreffende SWAT-Team. Insgesamt verschossen sie dabei über 1300 Schuss Munition. Sie selbst wurden mehrfach getroffen, unter anderem in ihre ungepanzerten Hände und Unterschenkel. Das gesamte Geschehen wurde dabei von mehreren Hubschraubern gefilmt und live ins landesweite Fernsehen übertragen. Aber selbst wenn sie keinen Polizeieinsatz ausgelöst hätten, wäre der Überfall dennoch anders ausgegangen als geplant. Da die Bank den Lieferplan für ihre Geldbestände kurzfristig geändert hatte, befand sich im Safe nicht einmal die Hälfte des erwarteten Geldes. Die Beute hätte lediglich 300.000 US-Dollar betragen. Als dieser Überfall rückblickend analysiert wurde, erhielt die Ausrüstung der beiden Räuber besondere Beachtung. Durch ihre selbstgebauten Körperpanzer gut geschützt, konnten ihnen die Kugeln der Handfeuerwaffen und Schrotflinten der Polizei nichts anhaben. Selbst die Schüsse eines M16-Sturmgewehrs konnten die Panzerplatten nicht durchdringen, wie sich ein SWAT-Offizier später erinnerte. Dies führte zu einem Umdenken in den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Ausrüstung ihrer Einsatzkräfte. In vielen Städten wurden daraufhin Polizisten mit stärkerer Feuerkraft ausgestattet. Jetzt kommt diese Story ins Kino. Bei 211 – COPS UNDER FIRE handelt es sich übrigens nicht um die erste Adaption dieser Thematik. Bereits 2003 erschien mit „44 Minuten – Die Hölle von Nord Hollywood“ eine Verfilmung mit Michael Madsen. Der Filmtitel bezieht sich dabei auf die Länge der berühmten Schießerei, die exakt 44 Minuten betrug. In der aktuellen Verfilmung, die vom längsten und blutigsten Banküberfall in der Polizeigeschichte Amerikas inspiriert ist, spielt Nicolas Cage Mike Chandler, der zu den guten Cops gehört und steht kurz davor, seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Mit seinem Partner und Schwiegersohn Steve MacAvoy (Dwayne Cameron) ist er auf einer seiner letzten Routinefahrten unterwegs. Im Schlepptau haben sie den 15-jährigen Kenny (Michael Rainey Jr.), den das Gericht wegen einer Gewalttat zu einer Mitfahrt verdonnert hat. Doch plötzlich wendet sich das Schicksal, über den Polizeifunk dann das Kürzel „211“ herein, was für einen Raubüberfall steht. Mehrere bis an die Zähne bewaffnete Militär-Veteranen begehen einen Banküberfall, und die drei werden in einen brutalen Banküberfall mit schwerbewaffneten Männern verwickelt, da Mike versucht, die Übermacht aufzuhalten. Ab dem 23. Oktober gibt’s diesen adrenalingeladenen Thriller im Handel auf DVD und Blu-ray.